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Chronik der Aktionen und Ereignisse

 

Höhepunkte der Stiftungsarbeit

Freude am Kaiserdom in Speyer zu wecken, das Bewusstsein für die Kathedrale zu schärfen und Menschen für das romanische Bauwerk zu begeistern sind die Motivation für die Arbeit der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«. Alle Aktivitäten und Aktionen dienen dazu, den Zweck der Stiftung zu verwirklichen (siehe dazu die Stiftungs-Satzung). Siebzehn Jahre erfolgreiche Stiftungsarbeit geben davon beredtes Zeugnis.

Ministerpräsident Kurt Beck überreicht Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl die Gründungsurkunde.
Foto: Walter Bug
Am 2. Juli 1999 wurde die Stiftung im Rahmen eines Festaktes in der Krypta des Domes errichtet.
Foto: Walter Bug
Die Mitglieder des neu gebildeten Kuratoriums und Ehrengäste begleiteten die Stiftungsgründung.
Foto: Klaus Landry

Die Gründung

Bei einem Festakt am 2. Juli 1999 in der Dom-Krypta wurde die Stiftung von neun Stifterinnen und Stiftern mit einem Stiftungskapital von 1,5 Millionen Mark errichtet. Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl, in der vorausgegangenen Gründungssitzung zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt, rief dazu auf, die Arbeit der Stiftung und ihre Förderprojekte zu unterstützen. Vorstandsvorsitzender Dr. Paul Wieandt erläuterte das Arbeits-Konzept.

 

"Europäische Reden - Reden über Europa"

Im Anschluss an die Jahrestagung am 21. September 2001, 18.30 Uhr, organisierte und realisierte die Stiftung im Dom einen Festakt zum zwanzigsten Jubiläum der Aufnahme des Domes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes im Jahr 1981. Grußworte sprachen Dr. Anton Schlembach, Bischof von Speyer, und Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Klaus Hüfner, Präsident Deutsche UNESCO-Kommission. Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl legte bei einem kurzen Statement seine legendäre "Liebeserklärung an den Dom" ab. In seiner Regierungszeit als Bundeskanzler führte Dr. Helmut Kohl immer wieder prominente Staatsgäste in seinen Heimatdom. Musikalisch gestaltet wurde der Festakt vom Chor der Belorussischen Philharmonie Minsk unter der Leitung von Ludmilla Efimova sowie vom Speyerer Domchor und dem Bläserensemble “Dom zu Speyer” unter der Leitung von Leo Krämer.

Aus der Rede des Altkanzlers am 21. September 2001 entstand die Idee zur Vortragsreihe "Europäische Reden - Reden über Europa", die bis heute jährlich alternierend fester Bestandteil der Jahrestagungen wurde. Am 20. Oktober 2003 sprach Jean-Claude Juncker, Premierminister des Großherzogtums Luxemburg, über die Zukunft Europas, am 8. November 2004 Prof. Władysław Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außenminister und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels. Über das Thema “Einigung Europas - Werte, Politik, Wirtschaft” referierte am 26. September 2008 Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments. Am 14. November 2012 folgte Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a. D. mit dem Aufruf „Europa voranbringen“. Über das Thema „Europas Weg in die Zukunft – ein christliches Projekt?“ sprach am 18. November 2014 Kardinal Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

 

 

 

Förderung der wissenschaftlichen Arbeit rund um den Dom

Neben der Bewusstseinsbildung hat die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« gemäß ihrer Satzung auch die Aufgabe, wissenschaftliche Forschung zum Dom zu fördern oder selbst zu betreiben.

Das Wissenschaftliche Symposium zum 900. Todestag Heinrich des IV. im Mai 2006 war ein weiterer Höhepunkt in der Stiftungs-Arbeit. Das dreitägige Symposium mir historischem Schwerpunkt, das im Sitzungssaal des Speyerer Stadtrates unter der Leitung der beiden Heidelberger Professoren Stefan Weinfurter und Bernd Schneidmüller stattfand, wurde flankiert von einem Vortragsreigen im Forum des Historischen Museums der Pfalz.

Die architektonische Gestalt, die Bedeutung und die liturgische Funktion des Speyerer Domes waren Gegenstand eines weiteren internationalen wissenschaftlichen Symposiums, zu dem die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« vom 30. Juni bis 2. Juli 2011 eingeladen hatte. Unter der Themenstellung: “Der Dom zu Speyer: Konstruktion, Funktion und Rezeption zwischen Salierzeit und Historismus” wurden im Sitzungssaal des Stadtrates der Stadt Speyer neueste Ergebnisse der Bauforschung am salischen Kaiserdom vorgestellt und diskutiert, unter anderem auch die Befunde der jüngsten Domrestaurierung, die seit 1996 stattfindet. Nachdem in den letzten Jahrzehnten umfangreiche Forschungen zur Bau, Liturgie- und Kunstgeschichte des Speyerer Domes durchgeführt wurden, sollte die international ausgerichtete Tagung eine Bilanz der bisherigen Forschungsarbeit vornehmen und neue Impulse für künftige Forschungsprojekte geben. Der dreitägige Kongress renommierter Kunsthistoriker, darunter Vertreter aus Frankreich und England, brachte aufgrund eines weit gefächerten Fragenspektrums zahlreiche Ergebnisse. Leiter des Symposiums waren Prof. Dr. Matthias Müller und Prof. Dr. Dethard von Winterfeld, beide Mainz, sowie Prof. Dr. Matthias Untermann, Heidelberg.

Die wissenschaftliche Erforschung des Domes zu Speyer entspricht nicht nur dem Zweck der Stiftung, sondern ist eine der wichtigen Aufgaben, die sich die Stiftung gestellt hat. Mit Absicht wurden die Symposien bisher öffentlich gestaltet, um möglichst auch die Bürgerschaft anzusprechen und  zu interessieren.

„Ein Nazarener? Johann Baptist Schraudolph und die Speyerer Domfresken“ lautete das Thema des dritten internationalen wissenschaftlichen Symposiums, das die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« durchführte. Initiiert und geplant hatte dieses Symposium der Geschäftsführer der Stiftung in Zusammenarbeit mit Dr. Jürgen Kotzur, ehemaliger Leiter des Dom- und Diözesanmuseums Mainz. Im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer referierten auf Einladung der Stiftung die besten Sachkenner der Materie - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und den USA - über die Dom-Ausmalung sowie aktuelle Fragen der Nazarener-Forschung.

Lange Zeit wurde die Kunst der Nazarener als religiöser Kitsch gebrandmarkt, in vielen Fällen wurden ihre Werke aus Kirchen entfernt. Auch in Speyer wurde die Dom-Ausmalung des 19. Jahrhunderts Mitte des 20. Jahrhunderts weitgehend beseitigt. Doch seit einigen Jahren erfahren die Nazarener eine neue Wertschätzung.

Die Abschlussdiskussion des wissenschaftlichen Symposiums der „Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer“ fand im Kaisersaal des Domes statt, in dem seit einem Jahr die bedeutendsten der erhalten gebliebenen Speyerer Schraudolph-Fresken gezeigt werden. Trotz teilweiser Kritik an der Art der Präsentation lobten die Wissenschaftler einmütig, dass die Bilder der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Erfreulich sei die Resonanz auf die Ausstellung, die das ungebrochene Interesse an Schraudolph weit über die Fachwelt hinaus belege. Weitgehende Einigkeit bestand in der Beurteilung der künstlerischen Qualität der Nazarener Werke.

 

Ausblick

Die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« begleitet den fast eintausend Jahre alten Kaiserdom in diesem Jahr seit siebzehn Jahren sehr erfolgreich. Mit der Chronik soll Rückschau gehalten werden. Der positive Rückblick und ist aber auch Ansporn für die Realisierung der zukünftigen Aufgaben. Dank gilt den Menschen aus Nah und Fern, die sich für die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« und ihre Ziele bisher eingesetzt haben – es wurde viel für den Dom geleistet.

»Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer«

Kleine Pfaffengasse 21 (Historischer Judenhof)
67346 Speyer

Telefon: 06232 / 102-397 (Mo bis Do 9.00 - 12.00 Uhr)
Telefax: 06232 / 102-352

E-Mail: stiftung-kaiserdom@bistum-speyer.de
Internet: www.stiftung-kaiserdom.de

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