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Informationen

Die Pfalz liest für den Dom

Jahresaktion 2016/2017 der Tageszeitung DIE RHEINPFALZ und der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«

Das Motto ist quasi zu einer Marke geworden und erinnert an die großen Aktionen Die Pfalz läuft für den Dom mit dem Konradslauf von 2004 in Zusammenarbeit mit dem Sportbund Pfalz, Die Pfalz singt für den Dom von 2007 in Zusammenarbeit mit dem Chorverband der Pfalz und Die Pfalz malt für den Dom von 2010 und 2011 mit dem Riesen-Dom-Mosaik.

Rund um die wohl wichtigste Kulturtechnik, das Lesen, sind die Pfälzerinnen und Pfälzer vom Sommer 2016 bis Sommer 2017 aufgerufen, mit einer eigenen Veranstaltung aktiv zu werden. Zahlreiche Vereine, Einzelpersonen, Büchereien, Buchhandlungen und Schulen aber auch Autoren, Verlage und Weingüter haben zugesagt, spannende Lesungen, begeisternde Aktionen, Lese-Events und offene Lesewettbewerbe zu organisieren.

Wer eine Veranstaltung oder Aktion plant, teilt der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer« das Vorhaben mit. Die Veranstaltung erscheint dann im Veranstaltungskalender der RHEINPFALZ. Jede Person, jeder Verein, jedes Unternehmen kann mit einer eigenen Veranstaltung - auch mit einer bereits eingeführten Aktion - unter dem Dach von Die Pfalz liest für den Dom mitmachen. Die Erlöse dienen dem Erhalt des Kaiserdomes zu Speyer.

Domschatten

Tot auf dem Königschor

Samstag, 22. April 2017, 11.00 Uhr

Speyer feiert den 950. Geburtstag seines Doms. Doch die Jubiläumsstimmung wird jäh unterbrochen, als Domkaplan Korbinian Birglbichler tot auf dem Kaiserchor aufgefunden wird. Bald ist klar, dass der augenscheinliche Unfall keiner war. Maria Zoely nimmt die Ermittlungen auf und macht sich daran das Gewirr aus Verdächtigen und Motiven zu entknoten. Was ihr fast gelungen wäre, als sich ein zweiter Mord ereignet.

Der Pfälzer Autor Ansgar Armbrust las in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17. Er unterrichtet am Edith-Stein-Gymnasium in Speyer Mathematik, Physik und Sozialkunde. Er wohnt mit seiner Frau und seinen Kindern nah an der Domstadt und ist im Bistum Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz aktiv. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Bezirksverband Pfalz.

Die Mondblume

Erzähltheater

Mittwoch, 12. April 2017, 19.30 Uhr

Mit Objekten, Körpersprache und live erzeugten Klängen gestaltete Martin Fuchs vom Theater Fex einen ganz eigenen Erzählstil für die Bühne. Dabei branchte er seine eigene Sichtweise als Theatermacher und Südamerikareisender mit ein. Die Veranstaltung fand statt in Ilbesheim, Weinstube Brennofen, Wildgasse 5.

Über die Entstehung von Sprache und Schrift

Auf den Spuren schreibender Mönche

Mittwoch, 12. April 2017, 17.00 Uhr

Oskar Palm wiederholte seinen Vortrag über die Entstehung von Sprache und Schrift und deren Entwicklung vom 18. Januar im GDA-Wohnstift in Neustadt. Er präsentierte handgeschriebene Bücher, wie sie auch von Mönchen mit mittelalterlichen Materialien hergestellt wurden. Zwei davon gehören zum Dokumentenwelterbe der UNESCO. Oskar Palm ist der Einzige weltweit, der solche Bücher nach etwa 700 Jahren wieder mit der Dornentinte geschrieben hat. Reich verzierte Kopien mit Gedichten oder Sprüchen wurden zugunsten der Aktion Die Pfalz liest für den Dom zum Verkauf angeboten.

Martin Luther im Museum für Weinbau und Stadtgeschichte

Lesung in der Luther-Ausstellung Edenkoben

Montag, 10. April 2017, 19.30 Uhr

Lilo Beil, Protestantin und als Pfarrerstochter hineingeboren in die Lehre Luthers, las aus ihrem Krimi „Ein feste Burg“ im Rahmen der Luther-Ausstellung im Museumsspeicher des Museums für Weinbau und Stadtgeschichte Edenkoben, Weinstraße 107.

Museumsleiter Ludwig Vondersand und Autorin Lilo Beil bei der Lesung.

Worum ging es? Natürlich um Luther und seine Lehre, um seine „dunkle“ Seite, hatte er doch Einiges gegen „Nicht-Christen“, die Juden und Muslime. Das Ganze ist spannend in einen Kriminalfall verpackt, in dem ein ehemals linientreuer pfälzischer Pfarrer die Hauptrolle spielt. Dass „Martin“ in den „braunen“ Jahren schamlos von den damals Mächtigen vereinnahmt wurde, ist ja weithin bekannt. Nun kommt „Ein feste Burg“, rechtzeitig zum Luther-Jahr und zum 500. Jubiläum der Reformation.

Gäste bei der Lesung im Museum Edenkoben.
Fotos (2): Barbara Pfaff

In der großen „Luther-Ausstellung“ werden nicht nur Lutherbilder gezeigt, sondern auch historische und neuzeitliche Bibeln sowie eine Menge an Artikeln, mit denen Luther heute erfolgreich vermarktet wird.

Lilo Beil wurde in Klingenmünster in der Südpfalz geboren. Heute wohnt sie im vorderen Odenwald. Sie  machte ihr Abitur am Neusprachlichen Gymnasium Landau, dem heutigen „Max-Slevogt-Gymnasium, studierte anschließend Anglistik/Romanistik in Heidelberg und unterrichtete später Englisch und Französisch an der Martin-Luther-Schule in Rimbach. Längst aber hat sie ein völlig anderes Betätigungsfeld, das Schreiben, das Schreiben von Krimis, von denen bereits einige erschienen sind.

Gütesiegel Leselust

Die Buchhandlung OSIANDER in Speyer wurde mit dem Gütesiegel Leselust ausgezeichnet, das vom Land Rheinland-Pfalz für besondere Leistungen im Kinder- und Jugendbuch-Bereich verliehen wird. Das feierten die Osiander-Mitarbeiter vor allem mit den kleinen Lesern feiern.

Lesung zur Feier für das jüngste Publikum

Samstag, 8. April 2017, 11.00 – 14.00 Uhr

Die Buchhandlung OSIANDER in Speyer, Wormser Straße 2, wurde zum wiederholten Male mit dem Gütesiegel Leselust ausgezeichnet, das alle zwei Jahre vom Land Rheinland-Pfalz für besondere Leistungen im Kinder- und Jugendbuch-Bereich verliehen wird. Das wollten die Osiander-Mitarbeiter mit den kleinen und großen Lesern feiern! Für Kinder von drei bis sechs Jahren gab es von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr eine Vorlesestunde. Für Kinder im Grundschulalter gab es ein Bücherquiz, bei dem Buchgutscheine zu gewinnen waren. Das alles bei einem Gläschen Sekt - mit und ohne Alkohol. Spenden gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

„Ballaballa“

Dadaismus-Abend im Rahmen von Speyer.Lit

Donnerstag, 6. April 2017, 20.00 Uhr

Hugo Ball und die Dada-Bewegung standen im Mittelpunkt der dritten SPEYER.LlT-Veranstaltung im Erdgeschoß des Alten Stadtsaal in Speyer, Kleine Pfaffengasse 8, die der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" gewidmet war.

Volles Haus beim Dadaismus-Abend von Speyer.Lit im Untergeschoß des Alten Stadtsaal in Speyer.

Ein Dadaist hätte seinen 100. Geburtstag niemals nach genau 100 Jahren gefeiert: viel zu bürgerlich, viel zu konventionell. Deshalb müssen auch nach 101 Jahren 100-Jahr-Feiern stattfinden, eine davon im Alten Stadtsaal von Speyer, meinte Hans-Jürgen Herschel vor der Veranstaltung.

Zwei begnadete Speyerer Künstler gestateten diesen Abend: Der für sein schräges Können am Saxophon bekannte Lömsch Lehmann begleitete die dadaistischen Texte, die „Sprachakrobat" Hans-Jürgen Herschel vortrug. Besonders brillierte Herschel beim Vortrag der Lautgedichte. Die beiden Künstler gestalteten einen unterhaltsamen literarisch-musikalischen Abend, in dessen Verlauf unter der nonsensigen Oberfläche die Abgründe des Dadaismus auftauchen sollten.

Lömsch Lehmann führte mit Klarinette und Saxophon atmosphärisch in die Dada-Welt ein, Während Hans-Jürgen Herschel Dadaismus-Gedichte rezitierte.

Das Programm spannte den Bogen von Vorläufern des Dadaismus bis zur konkreten Poesie. Ausflüge führten in die schrägen Abgründe des „Nichts“. Dabei schreckte Hans-Jürgen Herschel auch vor gewagten Interpretationsversuchen nicht zurück.

Lömsch Lehmann trug das Seine dazu bei, atmosphärisch in die Dada-Welt einzutauchen, mit einer oder zwei Oboen gleichzeitig oder dem Saxophon. Genannt sei nur das Huhn in der Bahnhofshalle – was für ein Kokolores; nein, „Gockelores" natürlich. Die beiden Protagonisten sorgten dafür, dass an dem Abend eine leichte dadaistische Infektion stattgefunden hat.

Stadtsprecher Dr. Matthias Novak erinnerte er an die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom", der ein Teilerlös der Veranstaltung zugute komme.

Stadtsprecher Dr. Matthias Nowack begrüßte die vielen Zuschauer und verwies auf Dadaismus-Gedichte, kleine Geschenke, die zu erwerben waren. Außerdem erinnerte er an die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom", der ein Teilerlös der Veranstaltung zugute komme. Die Zuschauer bedankten sich mit viel Applaus.

Zum Ballaballa-Abend präsentierte die Speyerer Winkeldruckerey im Typografischen Kabinett Handpressendrucke von verschiedenen Druckkünstlern zu Dada-Gedichten, die während der Druckerwochenenden in den letzten sechs Monaten entstanden sind. Die Stadtbibliothek widmet dem Dada-Thema eine Medienausstellung.

Hits für Kids - Infos für Erwachsene

Bilderbücher und Vorlesebücher

Freitag, 31. März 2017, 20.00 Uhr

Neben den bewährten Klassikern gibt es laufend eine Vielzahl an Neuerscheinungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung Osiander in Neustadt, Kelleristraße 12-14, gaben einen Überblick. Sie stellten Bilderbücher und Vorlesebücher vor. Lesen und Vorlesen soll Spaß machen. Hier altersgerechte und spannende Literatur zu finden, ist nicht immer einfach. In entspannter Atmosphäre wurden den Eltern die Favoriten vor.

Vorstellung von Lieblingsbüchern in Speyer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Osiander Speyer stellten Bücher vor

Freitag, 31. März 2017, 20.00 Uhr

Unter dem Motto "Unsere Lieblingsbücher. Für Sie gelesen!" stellten Buchhändlerinnen und Buchhändler der Buchhandlung Osiander, Wormser Straße 2, Speyer, ihre Liblingsbücher vor. Der Buchmarkt wartet wieder mit einer unglaublichen Vielzahl an interessanten und spannenden Büchern auf. Diese Neuerscheinungen wurden in gemütlicher Atmosphäre und bei einem Glas Wein präsentiert.

Bilder aus mittelalterlichen Handschriften

Lesung in St. Peter in Kirchheimbolanden

Donnerstag, 23. März 2017, 19.00 Uhr

Stephan Wienpahl, Moderator beim SWR-Fernsehen, und Pfarrer Stefan Haag, Pfarrer der Pfarrei Heilige Anna, lasen aus der Geheimen Offenbarung des Johannes. Vor der Lesung stellten sich die beiden Vortragenden für ein Erinnerungsfoto vor der Kirche St. Peter in Kirchheimbolanden.

Zwischen Schrecken und Trost. So lautete die Überschrift über die dritte szenische Lesung aus der Geheimen Offenbarung mit Bildern aus mittelalterlichen spanischen Handschriften. Organisiert und realisiert wurde die Lesung vom Leiter der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars St. German, Dr. Herbert Pohl, Speyer, und der Pfarrei Heilige Anna. Ort der Lesung war die Pfarrkirche St. Peter in Kirchheimbolanden.

Als Lektoren, die die zwölf Bilder der Geheimen Offenbarung des Johannes lebendig werden ließen, konnten zwei besondere Personen gewonnen werden: Stefan Haag, Pfarrer der Pfarrei Heilige Anna, und Stephan Wienpahl, Moderator beim SWR-Fernsehen.

Schon immer hat das „Buch mit den sieben Siegeln“, das Buch, das so reich ist an mythischen Gestalten und dramatischen Szenen Künstler herausgefordert, es in ihre Sprache zu übersetzen. Das, was der Seher Johannes an Bildern des Schreckens und Trostes auf Patmos schaut, haben Jahrhunderte später Buchmaler kongenial in ihre Miniaturen umgesetzt. Ihre Bilder lassen die Visionen des Johan­nes eindringlich wiedererstehen.

Zwischen Schrecken und Trost. Die dritte szenische Lesung aus der Geheimen Offenbarung mit Bildern aus mittelalterlichen spanischen Handschriften fand in der Pfarrkirche St. Peter in Kirchheimbolanden statt.

Noch heute faszinieren sie den Betrachter, der ähnlich wie Johannes von der Übermacht des Geschauten ergriffen wird. Die mittelalterliche Buchmalerei erweist sich so als wirksames Instrument der Verkündigung. Mit ihren Illustrationen unterstreicht sie den Text der Heiligen Schrift - ein Unterfangen, das bei einem Buch besonders reizt, das wie die Apokalypse selbst fast nur in Bildern erzählt.

Schwert und Krone – Meister der Täuschung

Sabine Ebert liest in der Buchhandlung OSIANDER in Speyer

Dienstag, 21. März 2017, 20.00 Uhr

Bestseller-Autorin Sabine Ebert entführte in ihrem neuen historischen Roman mit dem Titel "Schwert und Krone – Meister der Täuschung" ihre Leser in die faszinierende Zeit des 12. Jahrhunderts. Sie entfaltete ein grandioses, erschütterndes und schillerndes Panorama, das auf verbürgten Ereignissen beruht. Sie erzählte bei der Lesung, wie Konrad  von Staufen durch eine geniale Intrige auf den Thron gelangte. In ihrer neuen epischen Mittelalter-Serie beleuchtet die Autorin den Aufstieg Barbarossas zu einem der mächtigsten Herrscher des Mittelalters.

Historische Komödie auf dem Hambacher Schloss

Nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1482

Sonntag, 12. März 2017, 19.00 Uhr

Auf dem Hambacher Schloss stellten Bernhard Weller und Götz Valter bei der zweiten Aufführung der historischen Komödie "Von einem der auszog ..." ihre Spielfreude erneut unter Beweis. Das Kabarettisten- und Schauspieler-Duo schlüpfte nicht in ihre traditionelle Rolle als "Spitz & Stumpf", sondern hatten sich die Reise des Speyerer Domvikars Bernhard Russ an den Kaiserhof in Wien im Jahre 1482 zum Thema gestellt.

Bernhard Weller und Götz Valter schlüpfen bei der zweiten Aufführung ihrer historischen Kömödie im voll besetzten Festsaal des Hambacher Schlosses wieder in acht verschiedene Rollen. Vor der Aufführung hatten die Besucher die Möglichkeit, im Restaurant 1832 am Hambacher Schloss stilvoll essen zu gehen.

RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe schrieb am 13. Februar 2017 über das Stück: "Russ Strategie ist so hanebüchen wie genial. Weller und Valter schlüpfen in acht verschiedene Rollen. Valter mimt den Kaiser, der als 'des Heiligen Römischen Reiches Erzschlafmütze' galt, auf das Komischste. Die Kömödie ist rasant, klug und von Weller und Valter mitreißend gespielt."

Domvikar Bernhard Russ (Bernhard Weller) bei der Audienz vor dem Kaiser (Götz Valter).

Und darum geht es in dem Stück: Überzogene Steuerforderungen, Zahlungen von Schmiergeld, lange Dienstwege und exorbitante Dinestreisekosten ... Ganz modern mutet die Reise des Domvikars Bernhard Russ aus dem Bistum Speyer nach Wien an den Kaiserhof im Jahr 1482 an. Er hat den Auftrag, den Kaiser zu bitten, die "überzogenen" Steuerforderungen des Reiches an das verarmte Bistum zu reduzieren und den Kaiser dazu zu bewegen, den drohenden Gerichtsprozess wegen "Ungehorsams" abzuwenden. Und dabei erlebt er so einiges, das eigentlich kaum zu glauben, aber dennoch so passiert ist - und eine herrliche Vorlage für diese temporeiche Komödie liefert.

Nach der Audienz geht es ab nach Hause in die Pfalz.

Weitere Aufführungen: 29. April 2017: Kulturzentrum Altes Kaufhaus, Landau; 30. April 2017: Capitol, Limburgerhof; 1. Mai 2017: Festhalle Emichsburg, Bockenheim; 5. Mai 2017: Bürgerhaus Donnersbergblick, Ruppertsecken.

Weiber, Heldinnen und Power-Men

Eine musikalische Lesung

Freitag, 10. März 2017, 19.30 Uhr

Vier besondere Literatinnen, die auch über Speyer hinaus bekannt sind, lasen im Stifterbüro der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«, Kleine Pfaffengasse 21, im Historischen Judenhof in Speyer aus ihren neuesten Werken.

Margit Kraus, Waldsee, besprach in ihrem Text das Leben der Jüdin Gertrude Stein.
Sabrina Albers, Speyer, las drei Geschichten aus ihrem Büchlein "Der Nebel in mir".

Zu dem langen, abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend hatte Margit Kraus ins Stifterbüro der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«, Kleine Pfaffengasse 21, im Historischen Judenhof in Speyer eingeladen. Sie hatte auch das Programm zusammengestellt, das unter dem Thema stand: "Weiber, Heldinnen und Power-Men". So stellten Autorinnen Heldinnen vor. Mitwirkende waren Margit Kraus, Autorin, Sprach-und Literaturwissenschaftlerin, Waldsee, Sabrina Albers, Autorin, Mitherausgeberin von Kettenhund und Initiatorin von kulturellen Veranstaltungen, Speyer, Birgit Heid, Autorin, Vorsitzende des Literarischen Vereins, Mitglied des deutschen Haiku-Vereins, Landau, Natascha Huber, Lyrikerin, Zweite Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz, Frankenthal, Dietmar Fuhr, Kontrabassist und Rockgitarrist, Sigmaringen und Kai Kraus, Musikproduzent, Autor, Mitherausgeber von Kettenhund, Singer/Songwriter, Speyer.

Birgit Heid, Landau, Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz, schlüpfte in die Rolle der Bertha von Suttner.
Natascha Huber, Frankenthal, las aus ihrem Buch "Die Nacht trägt Flutsplitter aus Malachit".

Gastmusikerin war Olga Harder, die "I see your smile" sang und ihrer verstorbenen Tochter widmete. Einer der besten deutschen Kontrabassisten des Modern Jazz, Dietmar Fuhr, gab Kostproben seines Könnens. Begleitet wurde die Lesung auf der Gitarre von Kai Kraus. Bei einem Glas Wein zum Abschluss des Abends lies sich trefflich über das Gehörte diskutieren.

Frauenrelevante Themen zum Weltfrauentag

Chansons Fatale

Mittwoch, 8. März 2017, 19.30 Uhr

Der neue weibliche Forschertrupp aus den Musiksümpfen Mannheims untersuchte mit viel Selbstironie und Heiterkeit (nicht nur) frauenrelevante Themen. Ob exzessive Schuhkäufe, Faltenkiller oder die Beseitigung überflüssig gewordener Liebhaber, das tägliche Fitnesstraining im städtischen Schwimmbad oder der Frisör des Vertrauens als Retter in der Not, alles was Frau so umtreibt wurde von Renate Kohl und ihren Damen mit ironischem Augenaufschlag bei ihrem Auftritt in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim auf's Korn genommen.

"Der Wein ist ein vortrefflich Ding ..."

Gedichte und Geschichten zum Thema Wein 

Freitag, 3. März 2017, 19.00 Uhr

"Wer Wein trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, wird selig. Wer also Wein trinkt, wird selig" (Shakespeare).

Einer der historischen Weinkeller des Weingutes Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim .

Im Rahmen der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" lud das Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan GmbH, Kirchgasse 10, 67146 Deidesheim zu einer literarischen Weinprobe in seine historischen Weinkeller. Die historischen Weinkeller stehen heute vornehmlich für den traditionellen Ausbau der Weine im Holzfass. Behutsam reifen die Kostbarkeiten im jahrhundertelang gewachsenen Sandsteingewölbe. Gegründet wurde das Weingut 1718. Im Jahr 1783 zog das Weinguts nach Deidesheim um, wo es noch heute seinen Stammsitz hat. Übrigens: 1820 bestellte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) den von ihm öfters gelobten 1811er Bassermann-Jordan-Wein für einen Kuraufenthalt.

Stefan Werdelis, überzeugter Pfälzer und Protestantischer Pfarrer, begleitete durch den Abend.

Als Begleiter durch den Abend konnten die Veranstalter den Weinfreund und evangelischen Pfarrer Stefan Werdelis gewinnen. Werdelis begab sich auf eine literarische „Weinlese“ mit Gedichten und Geschichten aus mehreren Jahrhunderten zum Thema Wein.
Aus seinem reichhaltigen Fundus las Stefan Werdelis Texte, Gedichte und  Prosa und verführt den Zuhörer zum Lachen, Nachdenken und Geniessen. Sein lebendiger Vortrag zog das Publikum in seinen Bann und entführte die Zuhörer in längst vergangene Epochen der Menschheitsgeschichte, in denen, nachweislich, auch immer der Wein eine gewichtige Rolle gespielt hat.
Bekannte Persönlichkeiten kammen zu Wort, wie etwa Martin Luther, Wilhelm Busch, Salvador Dali und Jesus. So meinte etwa der Autor der Schatzinsel, Robert Louis Stevenson: „Wein ist Poesie in Flaschen“. Wenn da nicht ein Körnchen Wahrheit dran ist ... Oder Friedrich von Schiller: "Trink ihn aus, den Trank der Labe. Und vergiss den großen Schmerz! Wundervoll ist Bacchus' Gabe, Balsam für's zerrissne Herz!"

Zahlreiche Weinfreunde und Genießer folgten der Einladung des Weingutes Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan im Rahmen der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom".

Stefan Werdelis ist überzeugter Pfälzer mit griechischen Wurzeln, Leidenschaftlicher Kulturflaneur zwischen den Welten, Sucher zwischen Literatur - und Rebzeilen, Sammler und Genießer von „Lesegut“ in Form von Büchern und Wein, Protestantischer Pfarrer und ehemaliger Militärseelsorger in Kosovo und Afghanistan. Bestandteil der literarischen Weinprobe war auch eine Kellerführung und dreiteilige Weinprobe, bei der gewiss niemand zu kurz kam.

Lyrik und Prosa in de Pälzer Mudderschproch

Lesung mit Matthias Zech

Donnerstag, 2. März 2017, 19.30 Uhr

Matthias Zech beim Signieren seines neuesten Gedichtbandes "Leewensfarwe" anlässlich seiner Lesung in der katholischen öffentlichen Bücherei St. Joseph in Speyer.

Mit bewegend lautmalender Lyrik und unterhaltsam hintergründiger Prosa in seiner "Pälzer Mudderschproch" brachte Matthias Zech die Zuhörer im bis auf den letzten Platz besetzten Saal der katholischen öffentlichen Bücherei St. Joseph in Speyer bei seiner Lesung zum Lachen und Weinen, zum Nachdenken und Schmunzeln. Bei Mundartwettbewerben in Bockenheim, Dannstadt, Gonbach, Alzey, Völklingen und auf der Sickinger Höhe war er in den letzten Jahren oftmals Preisträger. Beim Mundartwettstreit in Bockenheim zeichnete die Jury sein Gedicht "Eiszeit" mit dem ersten Platz aus. Matthias Zech wuchs mit fünf Geschwistern in Hambach bei Neustadt an der Weinstraße auf. Die Familiensprache war und ist Pfälzisch. Nach theologischen Studien in der Fremde, in Würzburg und Paris, lebt er seit zwei Jahrzehnten mit seiner Frau und drei Kindern in Speyer. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Regina Kaufmann auf der Querflöte.

"Ohrfeige"

Eine zentrale Frage unserer Gegenwart

Sonntag, 19. Februar 2017, 11.00 Uhr

Im Rahmen der Reihe "Erzähler der Welt" las Abbas Khider aus seinem neuesten Buch im Künstlerhaus in Edenkoben. Hans Thill, der Leiter des Künstlerhauses Edenkoben, moderierte die Veranstaltung zugunsten der Aktion Die Pfalz liest für den Dom. Zum Inhalt des Buches: Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Als Karim drei Jahre zuvor von der Ladefläche eines Transporters ins Freie springt, glaubt er in Frankreich zu sein. Bis dorthin hat er für seine Flucht aus dem Irak bezahlt. In Wahrheit ist er mitten in der bayerischen Provinz gelandet. – Er kämpft sich durch Formulare und Asylunterkünfte bis er plötzlich seinen Widerruf erhält und abgeschoben werden soll. Jetzt steht er wieder ganz am Anfang. Dieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf? Über den Autor: Abbas Khider, geboren 1973 in Bagdad, wurde mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als »illegaler« Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman „Der falsche Inder“, es folgten die Romane „Die Orangen des Präsidenten“ (2011) und „Brief in die Auberginenrepublik“ (2013). Khider erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen: 2013 war er Stipendiat des Künstlerhauses Edenkoben, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Hilde-Domin-Preis geehrt. Für das Jahr 2017 ist er Mainzer Stadtschreiber. Abbas Khider lebt zurzeit in Berlin.

Ist es Ihnen Recht - Eine Szenische Inszenierung

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" (Bertolt Brecht)

Freitag, 17. Februar 2017, ab 17.00 Uhr

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landgerichtes Landau, Marienring 13, wurde dort Theater gespielt. Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog der Universität Koblenz-Landau (ZKW) war am 17. Februar 2017 beim Landgericht mit seinem Theaterprojekt „Ist es Ihnen Recht?“ zu Gast und konfrontierte das Publikum mit der schicksalhaften Entscheidung über Recht und Unrecht. Der imposante historische Bau des Landgerichtes strahlt Kraft, Macht und Schönheit aus. Recht wird hier gesprochen – doch ist Recht auch immer gerecht? Wenn in der Gesellschaft die Unsicherheit wächst, wie dies aktuell der Fall ist, so wächst mit ihr auch die Bedeutung des Glaubens an eine starke und gerechte Justiz, die unser Zusammenleben stärkt und schützt. Auf genau diese sozialen und gesellschaftlichen Werte, deren Wahrnehmung und Einhaltung in unserer Verantwortung steht, wollte das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog mit dem Projekt „Ist es Ihnen Recht?“ aufmerksam machen. Die rund einstündigen szenischen Führungen durch das Gerichtsgebäude setzten sich mit der Komplexität der Rechtsprechung und der Gerechtigkeit mittels unterschiedlicher Theaterformen auseinander. In der realen Umgebung der Gerichtssäle erhielten die Texte von Martin Walser „Zeugen der Anklage“, Lutz Hübner „Ausnahmezustand“ und Bernhard Schlink „Der Vorleser“ eine bizarre Brisanz. Außergewöhnliche szenische Formen rund um das Material- und Objekttheater hinterfragten den Themenkreis Recht und Gerechtigkeit auf eine spannende und zugleich faszinierende Art, während Bewegungschoreografien die Zerrissenheit und Emotionalität des Ortes bebilderten. Aufgrund seiner fruchtbaren Zusammenarbeit mit außeruniversitären Institutionen ist das Zentrum- für Kultur und Wissensdialog der Universität Koblenz-Landau nicht mehr aus dem kulturellen Leben der Öffentlichkeit wegzudenken. Unter der Leitung von Privatdozentin Dr. Anja Ohmer bietet das ZKW seit 2010 kulturelle Veranstaltungen, sowie fachübergreifende Angebote für Studierende an und ist in den Bereichen der angewandten Kulturwissenschaft in Forschung und Lehre aktiv. Die Reihen „Große Begegnungen“, „Poetik Dozentur“ und „Poetry Slam“ ziehen ein großes Publikum an und suchen bewusst den Dialog zwischen der Universität und der Stadtöffentlichkeit. Seit 2014 ist das ZKW für den neuen Studiengang „Darstellendes Spiel/Theater" am Campus Landau verantwortlich. Die szenische Inszenierung ist eine Benefizveranstaltung für das Jahresprojekt „Die Pfalz liest für den Dom“ der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer« und der Pfälzer Tageszeitung DIE RHEINPFALZ. Das Theaterprojekt „Ist es Ihnen Recht“ ist eine Kooperation zwischen der Universität, Rotary und dem Landgericht in Landau. Die drei großen Institutionen haben sich für die gute Sache des Domes zusammengetan und diskutierten künstlerisch über Recht und Gerechtigkeit. Der Rotary Club Landau sammelte Spenden.

Geschichten und Gedichte aus Speyer

Lesungen in Lyrik, Prosa und Pfälzer Mundart

Donnerstag, 16. Februar, 19.00 Uhr

Birgit Heid (rechts), Henrike Supiran und Heinz Ludwig Wüst (links) lasen aus ihren Werken.
Die Sängerin Felicitas Boell präsentierte Eigenkompositionen zeitkritischer Songs.

Heinz Ludwig Wüst moderierte den Leseabend in der Stadtbibliothek "Villa Ecarius" in Speyer und trug eigene Arbeiten sowie den „Reschewormbluus“ vor.
Birgit Heid las erst kürzlich verfasste eigene Texte, unter anderem zu den im öffentlichen Raum in Speyer aufgestellten Kunstwerke.

Birgit Heid, Henrike Supiran und Heinz Ludwig Wüst lasen in der Stadtbibliothek in der Villa Ecarius in Speyer aus ihren Werken. Die Sängerin Felicitas Boell präsentierte Eigenkompositionen zeitkritischer Songs sowie die Erstaufführung des von Heinz Ludwig Wüst komponierten und getexteten „Reschewormbluus“. Bibliotheksleiterin Angela Magin dankte den Vortragenden dafür, dass sie zugunsten der Aktion Die Pfalz liest für den Dom auf ihre Gagen verzichten und bat die vielen Besucher um Spenden.

Thomas Lehr liest im Rahmen von SPEYER.LIT

Beitrag des Kunstvereins Speyer für die Leseaktion der RHEINPFALZ

Mittwoch, 15. Februar 2017, 20.00 Uhr

„Geht das so spannend weiter?“ fragte eine Zuhörerin nach der Lesung den Autor. Thomas Lehr schmunzelt und schweigt. Klar, das war eine rhetorische Frage aufgrund der empfundenen Spannung. Er vertröstete, man müsse bis zur Veröffentlichung des Buches im August warten. Aus diesem neuesten Buch, dem Roman „Schlafende Sonne“, las er rund eine Stunde lang. Im Kern geht es darum: Eine Künstlerin, vierzig Jahre alt, geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR, unternimmt eine Reise nach Israel. Sie überlegt dabei, ob sie sich an einem Kunstprojekt beteiligt, das sich mit Grenzanlagen auseinandersetzen und beschäftigen soll.

Der gebürtige Speyerer Thomas Lehr las im Rahmen von SPEYER.LIT im Historischen Ratssaal für den Dom.
Fotos (3): Klaus Venus

Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Er studierte zunächst Biochemie, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Für seine Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. 2012 mit dem Marie-Luise Kaschnitz-Preis und 2015 mit dem Joseph Breitbach-Preis. Er ist Mitglied des deutschen PEN und der Akademie der Künste in Berlin.

Zu Beginn erinnerte Lehr daran, dass er als junger Mensch viele Stunden im Dom verbracht habe. Er verdanke dem Dom viel. Er bezeichnete das Bauwerk als „großes steinernes Zelt“. Beim Umherschweifen bekomme man ein Grundgefühl für das Astethische in der Architektur. „Der Dom ist ein Raum“, sagte er, „wo man außerhalb seiner Alltagsrealität zu sich kommen kann“.

Die Lesung war ein Beitrag des Kunstvereins Speyer für die Leseaktion der RHEINPFALZ. Initiiert und organisiert wurde der Abend vom bisherigen Vorsitzenden des Kunstvereins, Franz Dudenhöffer. Er dankte dem Speyerer Schriftsteller, dessen Eltern an dem Abend auch anwesend waren, mit einem Gebinde Domwein. Stolz hob Oberbürgermeister Hansjörg Eger bei seiner Begrüßung hervor, dass Thomas Lehr der einzige Speyerer sei, der es einmal auf die Titelseite des „Spiegel“ gebracht habe.

Der gebürtige Speyerer Thomas Lehr las im Rahmen von SPEYER.LIT im gut besuchten Historischen Ratssaal und beteiligte sich gleichzeitig an der Aktion Die Pfalz liest für den Dom, indem er auf sein Honorar verzichtete. Der Roman „Schlafende Sonne“ erscheint im August 2017 beim Hanser-Verlag.

Domwein für die Dom-Lesung. Franz Dudenhöffer, bisheriger Vorsitzender des Kunstvereins Speyer, überreichte dem Schriftsteller Domwein als kleine Dankesgabe. Auf die Initiative von Franz Dudenhöffer ging die Veranstaltung zurück.
Ehemalige Weggefährden, traditionelle SPEYER.LIT-Besucher und Freunde guter Literatur trafen sich im Historischen Ratssaal zur Lesung von Thomas Lehr.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kunstverein Speyer und seinem bisherigen Vorsitzenden Franz Dudenhöffer sowie von der Buchhandlung Oelbermann. Der Eintritt kam der Aktion Die Pfalz liest für den Dom zugute.

Werkstatt für künftige Schriftsteller

Kaiserslauterer Schüler schreiben

Dienstag, 14. Februar 2017, und Mittwoch, 15. Februar 2017

Die zehn Halbfinalisten des schulinternen Schreibwettbewerbs der BBD II in Kaiserslautern bekamen Tipps von Sherko Fatah. Am Folgetag las Sherko Fatah vor 550 Oberschülern der BBS II im Kaiserslauterner Kammgarn.

Vun Weschzuwwer, Welscherhelzer un de weide Welt

Pälzer Gschichte un Gedichte

Freitag, 10. Februar 2017, 19.00 Uhr

Zu einem unterhaltsamen Abend hatte Regina Pfanger in das Museum Herxheim eingeladen. Pfälzer Geschichten und Gedichte standen auf dem Programm.

Matthias Zech las aus seinem neuesten Gedichtband "Leewensfarwe".
Regina Pfanger aus Herxheim organisierte die unterhaltsame Veranstaltung.
Leseabend im Museum Herxheim. Wolfgang Weis, Akkordeon, und Jakob Hilse, Klarinette, gestalteten den Abend mit den passenden Klängen.
 

schad devor
(von Matthias Zech)

frieherwu mer gekennt het

morschens
schun uffgschdanne

middags
schun widder fort

owends
schun eigschloofe

jetz
simmer alt

schad devor

Die Lesung bagann Matthias Zech, der in Neustadt-Hambach geboren wurde und heute in Speyer lebt. Er wurde vielfach für seine Dialektgedichte ausgezeichnet. Mit bewegend-lautmalender Lyrik und unterhaltsam-hintergründiger Prosa in seiner pfälzischen Muttersprache brachte er die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Nachdenken und Schmunzeln. Ein Beispiel aus seinem Gedichtband "Leewensfarwe", trug er vor (siehe oben). Regina Pfanger aus Herxheim, 2016 beim Bockenheimer Dichterwettstreit mit zwei Preisen prämiert, las aus ihren Texten, Prosa und Lyrik. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet. Wolfgang Weis, Akkordeon, und Jakob Hilse, Klarinette, gestalteten den Abend mit den zu den Texten passenden Klängen. Ein Gläschen Wein in der Pause unterstützte gute Gespräche. Organisiert wurde die Veranstaltung von Regina Pfanger. Spenden kamen der Aktion Die Pfalz liest für den Dom zugute.

Reise des Domvikars Bernhard Russ an den Kaiserhof in Wien

Von einem, der auszog … Eine historische Komödie

Donnerstag, 9. Februar 2017, 20.00 Uhr

Bei Kaiser Friedrich III. in Wien soll Domvikar Bernhard Russ (dargestellt von Bernhard Weller links) für seinen Bischof gut Wetter machen.
Der Begleiter, Jäger Wendel (gespielt von Götz Valter links), lernt beim Heurigen die richtigen Leute kennen, die eine Audienz beim Kaiser für Domvikar Bernhard Russ einfädeln.

Überzogene Steuerforderungen, Zahlung von Schmiergeld, lange Dienstwege und exorbitante Dienstreisekosten? Ganz modern mutet die Reise des Domvikars Bernhard Russ aus dem Bistum Speyer nach Wien an den Kaiserhof im Jahr 1482 an. Der hat den Auftrag, den Kaiser zu bitten, die „überzogenen“ Steuer-Forderungen des Reiches an das verarmte Bistum zu reduzieren und den Kaiser dazu zu bewegen, den drohenden Gerichtsprozess wegen „Ungehorsams" abzuwenden. Und dabei erlebt er so einiges, das eigentlich kaum zu glauben, aber dennoch so passiert ist – und uns heute einfach nur zum Lachen bringt.

Trotz der Zahlung von Schmiergeldern des Legaten an die Hofschranzen kommt unser Domvikar nicht zur erhofften persönlichen Audienz. Zermürbt über das anhaltende Schweigen des Kaisers versackt er immer mehr in den Wiener „Heurigen“-Wirtschaften. Er kommt so weit herunter, dass er sogar Mitleid bei den höfischen Türstehern erweckt. Kurzum, aus einer kurzen Dienstreise wird ein Aufenthalt von fast einem halben Jahr und unser Russ verbraucht das ihm anvertraute Geld mit schlechtem Gewissen. Dabei lässt er sogar sein Tagebuch notariell beglaubigen, um zu beweisen, dass er alles getan habe, was möglich ist. Und dann erreicht er dennoch - buchstäblich über die Hintertreppe - sein Ziel und darf dem Kaiser seine Aufwartung machen. Die Audienz blieb aber ohne den gewünschten Erfolg.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten im ausverkauften Haus eine hinreißend turbulente Komödie mit Szenischer Lesung mit zwei Schauspielern in acht verschiedenen Rollen. Bernhard Weller und Götz Valter, die in diese Rollen schlüpften, sind in der Region bestens bekannt als Komiker-Duo Spitz & Stumpf. In der RHEINPFALZ vom 11. Februar 2017 hieß es: "Weller und Valter bilden ein Team voller Spielfreude ... (und sind) unglaublich wandlungsfähig. In Windeseile schlüpfen sie von einer Rolle in die andere, was das Stück dynamisch macht. Es ist eine Freude, ihnen zuzuschauen und zuzuhören - egal ob sie Hochdeutsch reden, breites Wiener Schmäh oder Pfälzisch. Sie verkörpern ihre Rollen so stark, dass sie nur wenige Requisiten benötigen".

Das Stück wurde eigens für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom von Bernhard Weller geschrieben. Grundlage eine Vorlesung von Prof. Dr. Karl-Friedrich Krieger, Mannheim, und einem Bericht des Domvikars Bernhard Russ von 1482. Das Theaterstück im Alten Stadtsaal (Erdgeschoss) in Speyer war die Uraufführung. Es war sicher mutig und ein Experiment, eine solche Komödie, die auf einer wahren Begebenheit beruht, zu schreiben. Es ist Bernhard Weller trefflich gelungen.

Das geheime Leben der Bäume & Das Seelenleben der Tiere

Einblicke in ein geheimnisvolles Universum

Montag, 6. Februar 2017, 20.00 Uhr

Der renommirte Förster Peter Wohlleben las in der Osianderschen Buchhandlung in Neustadt.

"Der renommierte Förster Peter Wohlleben bringt Licht ins Dickicht der Wälder und gewährt überraschende Einblicke in ein geheimnisvolles Universum." So wurde die Lesung in der Buchhandlung Osiander in Neustadt, Kellereistraße 12 - 14, angekündigt. Humorvoll und anschaulich berichtete er von seinen jahrelangen Beobachtungen in Beruf und Freizeit, im Wald und im eigenen Zuhause. Zusammen mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden seine Geschichten zu informativen und überraschenden Büchern. Förster Peter Wohlleben las aus diesen Büchern, die die Welt der Bäume und das Leben der Tiere mit neuen Augen erscheinen ließen. Mit der Lesung unterstützte die Osiandersche Buchhandlung Neustadt die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

Do de Dom - Auftakt bei Speyer.LIT mit Michael Bauer

Wohl gesetzte Worte musikalisch untermalt

Mittwoch, 25. Januar 2017, 20.00 Uhr

Autor Michael Bauer begann seine Lesung im Alten Stadtsaal - wie sollte es anders sein - mit seinem Kultgedicht: "Do de Dom". Der Kurztext ist eine dadaistische Annäherung an die Speyerer Kathedrale, die in der Vergangenheit schon heftige Kontroversen ausgelöst hatte. "Do de Dom" wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und ist inzwischen allenthalben akzeptiert. Der Text - live gesprochen vom Autor - war zweifelsfrei der erste Höhepunk des Abends.

Do de Dom - Speyer bei Nacht 
(von Michael Bauer)

Do de Dom
Do de Mond

Du, Dom do:
Do, doi Mond!

Do de Dom
Do de Mond

Du, Mond do:
Do, doi Dom!

Do de Dom
Do de Mond

Und do du.

Der 1947 in Kaiserslautern geborene Journalist begann seine Karriere nach einem Studium der Literaturwissenschaften in den 1970er Jahren als Liedermacher. Nach einer Lehre als Buchhändler und folgender Berufstätigkeit in Buchhandlungen wurde er Reporter, Redakteur und Autor. Als Radio- und Fernsehjournalist veröffentlichte er Hörspiele, Features und Glossen. Seit 2009 arbeitet er als Theaterdramaturg und Buchautor.

Michael Bauer las zum Auftakt der Reihe Speyer.Lit im Alten Stadtsaal in Speyer. Fotos (3): Klaus Venus
Musikalische Begleitung erhielt Michael Bauer von Andrea C. Bauer (Laute) und Wolfgang Schuster (Gitarre).

Michael Bauer bewies sich an dem Abend in Speyer einmal mehr als Mann der sorgfältig komponierten Worte, teils humorvoll, teils grotesk-satirisch, mal frech oder auch mal heiter. Auch purer Nonsens ist dabei. Der Umgang mit der Sprache ist seine Profession. Der Dichter liebt die Sprachmelange, formuliert gerne Hochdeutsch oder schweift ab ins Pfälzische.

Seine Gedichte richteten den Blick auf Themen wie Dom, Kirche und Spiritualität. Dabei waren die Texte des Satirikers nicht immer "leicht verdauliche Kost". Seine Texte kreisten aber auch um Probleme wie Krieg und Frieden oder um das Los der Geflüchteten. Er lässt mehrfach "de klääne Pälzer" zu Wort kommen und erzählte zum Abschluss von einer rauchenden Madonna auf einem Bildstöckel, das auf einem Acker im südpfälzischen Tabakdorf Herxheim steht.

Oberbürgermeister Hansjörg Eger warb für die Reihe Speyer.Lit und für die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom".

Unterstützt wurde der bekennende Pfälzer bei seinem poetisch-literarischen Abend von der Lautenspielerin Andrea C. Baur und dem Gitarristen Wolfgang »Blueswolf« Schuster. Die beiden hochkarätigen Künstler sorgten mit einfühlsamen Stücken im Zusammenspiel mit dem Poeten für einen harmonischen Dreiklang.

Oberbürgermeister Hansjörg Eger warb zu Beginn des Abends im voll besetzten Alten Stadtsaal Speyer für die inzwischen zweite Veranstaltungsreihe der Stadt Speyer "Speyer.Lit - Lesung.Performance.Livemusik" mit neun Veranstaltungen in diesem Jahr. Der Erlös des ersten Abends sowie die Lesung von Thomas Lehr am 15. Februar 2017 kommen der Aktion Die Pfalz liest für den Dom zugute, sagte der Oberbürgermeister.

Brot und Wein

Achtteilige Themenweinprobe der besonderen Art

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr

Eugen Rau, der ehemalige Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg, las Anekdoten aus dem Buch „Der Weinpfarrer von Wachenheim“ vor.
Die Winzerin und pfälzische Weinprinzessin 2015/2016 Tanja Huber besprach die Weine.
Fotos (2): Thomas Wettstein
Die Probenliste zu Weinen und Brotspezialitäten. Thomas Wettstein von der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg sagte einige Worte zu den Broten, die zu den Weinen gereicht wurden
 

Für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom veranstaltete die Winzergenossenschaft Herxheim am Berg eine besondere Weinprobe mit ausgesuchten Weinen und Brotspezialitäten. Der ehemaliger Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Herxheim, Eugen Rau, las Geschichten und Anekdoten aus dem alten Buch von Autor Leopold Reitz „Der Weinpfarrer von Wachenheim“ vor. Thomas Wettstein von der Winzergenossenschaft sagte einige Worte zu den Broten, die zu den Weinen gereicht wurden, und Winzerin und pfälzische Weinprinzessin 2015/2016 Tanja Huber besprach die Weine (siehe Probenliste). Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit begeisterten Gästen.

Auf den Spuren schreibender Mönche

Entstehung von Sprache und Schrift

Mittwoch, 18. Januar, 15.30 Uhr

Oskar Palm demonstriert die Entwicklung der Schrift anhand einer Schautafel, die er verfasst und geschrieben hat.
Beispiel für eine perfekte Handschrift: Abgebildet ist die künstlerische Nachschrift eines Textes von Antoine de Saint-Exupéry.
Zur Lesung kamen auch viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer aus der ganzen Umgebung.

 

Bei seiner zweiten Veranstaltung im Rahmen der Aktion Die Pfalz liest für den Dom im GDA-Wohnstift in Trippstadt referierte Oskar Palm über die Entstehung von Sprache und Schrift und deren Entwicklung. Er präsentierte dabei von ihm handgeschriebene Bücher, wie sie auch von Mönchen mit mittelalterlichen Materialien hergestellt wurden. Zwei davon gehören zum Dokumentenwelterbe der UNESCO.

 

Oskar Palm ist der Einzige weltweit, der solche Bücher nach etwa 700 Jahren wieder mit der Dornentinte geschrieben hat. Reich verzierte Kopien mit Gedichten oder Sprüchen waren zur Ansicht ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Der Erlös war für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom bestimmt.

Zauberkunst, Comedy und Kabarett auf Saarländisch

Rudi Lauer erklärt die Welt

Mittwoch, 11. Januar 2017, 19.30 Uhr

Mit seiner unnachahmlichen Art, seinem Witz und Charme gewann Rudi Lauer das Publikum für sich. Er zauberte und erklärte im saarländischen Dialekt seine Sicht der Dinge. Dass er fast nebenbei noch kleine Wunder vollbrachte, ließ ihn eher kalt. "So isses halt…", meinte er. In seinem abendfüllenden Bühnenprogramm in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim, Wildgasse 5, erzählte Lauer alles über den “Magischen Zirkus“ und ließ die Zuschauer ein wenig hinter die Kulissen des großen Showbusiness blicken. „Die schaffe a nur met Wasser“, lautete sein Fazit. Als er von seinen Urlaubserlebnissen berichtete, blieb kein Auge trocken. „Mir fahre jo jedes Johr no Italien. Do hann se uns schunn so viel geklaut, do kommts uff de Rescht a nimmie an.“ Lauer liebt es, die Zuschauer direkt anzusprechen, sie ins Geschehen einzubinden. Er erzählte über die Zauberkunst, lästerte über Kollegen – „die losse immer es Bier veschwinne“– und bezeichnete den Magischen Zirkus als Selbsthilfegruppe, der er regelmäßig beiwohnen muss – „sunsch wersche jo bekloppt“. Lauer weihte die Zuschauer manchmal in die Geheimnisse seiner Zunft ein und täuschte am Ende doch alle. Spenden gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

Die Berichte über die Ereignisse und Veranstaltungen zur Aktion Die Pfalz liest für den Dom  des Jahres 2016 werden derzeit überarbeitet. Die Bilder und Texte aus 2016 werden Zug um Zug wieder freigeschaltet.

Weihnachtsboykott

Comedy-Spektakel

Mittwoch, 14. Dezember, 19.30 Uhr

In der Vorweihnachtszeit fand in Ilbesheim, in der Weinstube Brennofen, Wildgasse 5, ein Comedy-Spektakel unter der Überschrift "Weihnachtsboykott" mit Rena Schwarz statt. In der Ankündigung hieß es: "Wenn wieder 'Last Christmas' im Radio läuft, dann weißt Du, es ist bald soweit! Der Höhepunkt der Weihnachtszeit ist nah und das Durcheinander vollendet, wenn sich die komplette Familie zur Bescherung trifft, der Karpfen in der Wanne dümpelt, der Wunschzettel zur hochoffiziellen Bestellung und aus heilig scheinheilig wird. Der 'Weihnachtsboykott' ist ein ergreifend lustiges und abwechslungsreiches Comedy-Spektakel in drei Akten mit Musik und Interaktion rund um das Fest der Liebe: Im Himmel ist die Hölle los, denn die Hausmeisterin Christa Stollen hat Personalmangel in der Himmelswerkstatt. Aber die Geschenke müssen schließlich rechtzeitig fertig werden, damit das Fest nicht zum Desaster wird. Genau das aber will Lilly Lametta, die Weihnachtshasserin. Sie hat das ganze Jahr nichts zu lachen – warum denn gerade jetzt? In der satirisch-humoristischen Darstellung des Festes an sich liegt der Reiz dieser Show. Freuen Sie sich auf ein Weihnachtsfest, von dem niemand weiß, wie es werden wird – eines aber sicher ist: ein wahrer Festtagsschmaus für Hirn, Herz und Lachmuskeln."

Das „Buch mit den sieben Siegeln“

Eine szenische Lesung

Freitag, 25. November 2016, 19.00 Uhr

Schon immer hat das „Buch mit den sieben Siegeln“, das Buch, das so reich ist an mythischen Gestalten und dramatischen Szenen Künstler herausgefordert, es in ihre Sprache zu übersetzen. Das, was der Seher Johannes an Bildern des Schreckens und Trostes auf Patmos schaut, haben Jahrhunderte später Buchmaler kongenial in ihre Miniaturen umgesetzt.

Das Tier und das Meer. Beatus-Apokalypse aus der Kathedrale von Burgo de Osma (vollendet 1086).

Ihre Bilder lassen die Visionen des Johan­nes eindringlich wiedererstehen. Noch heute faszinieren sie den Betrachter, der ähnlich wie Johannes von der Übermacht des Geschauten ergriffen wird. Die mittelalterliche Buchmalerei erweist sich so als wirksames Instrument der Verkündigung. Mit ihren Illustrationen unterstreicht sie den Text der Heiligen Schrift - ein Unterfangen, das bei einem Buch besonders reizt, das wie die Apokalypse selbst fast nur in Bildern erzählt.

Die szenische Lesung "Zwischen Schrecken und Trost" aus der Geheimen Offenbarung
mit Bildern aus mittelalterlichen spanischen Handschriften fand im Nardini-Haus in Pirmasens statt. Der Dekan von Pirmasens, Johannes Pioth, und die Dekanin des protestantischen Kirchenbezirks Pirmasens, Waltraud Zimmermann-Geisert, liesen in zwölf Bildern die Geheime Offenbarung des Johannes lebendig werden. Die Idee für die szenische Lesung hatte der Direktor der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, Dr. Herbert Pohl. Er sorgte auch für die Organisation und reibungslose Durchführung.

Geisterroman

Lesung mit Gabriele Weingartner in der "Labi"

Dienstag, 22. November 2016, 19.00 Uhr

Geisterroman ist mehr als ein Familienroman; es geht um Macht und Erziehung, Gewalt und Liebe, Literatur und Rezeption, und nicht zuletzt um Franz Kafka, dessen magische Wirkkraft auch im 21. Jahrhundert nicht nachgelassen hat. Klara reist mit dem Zug nach Prag, wo sie ihre verstorbene Schwester abholen soll, und hätte mit ihrer vertrackten Familiengeschichte und ihrer gescheiterten Ehe genug nachzudenken; ihr Sitznachbar ist zudem Kafka-Forscher, der in Prag einen Vortrag halten soll. Da bleibt der Zug im Schneesturm stecken und vermischt sich sonderbarerweise mit jenem Zug, in dem sich Franz Kafka und Otto Gross – Freud-Schüler und skandalumwobener Psychoanalytiker – am 18. Juli 1917 zufällig begegneten. Nun vermengen sich Sommer und Winter, Gestern und Heute, Mögliches und Unmögliches – Kafka gerät in eine Schneeballschlacht und plant mit Otto Gross die Gründung der Blätter gegen den Machtwillen, Klara trifft ihren Exmann, Rekruten fahren nach Galizien – aber warum bewegen sich alle nach Prag?

Die Kulturjournalistin und Literaturkritikerin Gabriele Weingartner wurde 1948 in Edenkoben/Pfalz geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Berlin und Cambridge (Massachusetts). Nach zwei Jahrzehnten im pfälzischen St. Martin lebt sie seit 2008 wieder in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise und Stipendien, war u. a. unter den Finalisten für den Alfred-Döblin-Preis 2013, Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Veröffentlichungen u.a. Bleiweiß (2000), Die Leute aus Brody (2005), Tanzstraße (2010), Villa Klestiel (2011), Die Hunde im Souterrain (2014) und Geisterroman (2016).

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landesbibliothekszentrum Speyer, Otto-Mayer-Straße 9.

Lieblingsbücher

Schon mal vorab gelesen

Donnerstag, 17. November 2016, 20.00 Uhr

Der Buchmarkt wartet im Herbst und Winter mit einer unglaublichen Vielzahl an interessanten und spannenden Büchern auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung Osiander Speyer, Wormser Straße 2, stellten aus diesen Neuerscheinungen in gemütlicher Atmosphäre und bei einem Glas Wein ihre Lieblingsbücher vor.

Musikalisch-literarischer Mundartabend

Pfalz-Literatett

Donnerstag, 10. November 2016, 20.00 Uhr

Die Besucher der Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2, erwartete ein feiner musikalisch-literarischer Mundartabend. Mal frech-kabarettistisch, mal nachdenklich, mit sprühendem Humor und musikalischer Finesse, präsentierten der Verleger Ulrich Wellhöfer, der Entertainer Alfred Baumgartner und der Pianist Peter Tröster neue Fundstücke der Pfälzer Mundart-Klassiker von Lina Sommer und Hanns Glückstein. Dazu gabs am Abend Zwiebelkuchen und Neuen Wein.

Die Tante singt

Musikalische Travestieshow

Mittwoch, 9. November 2016, 19.30 Uhr

Die Weinstube Brennofen in Ilbesheim, Wildgasse 5, veranstaltete eine Musikalische Travestieshow mit Markus Maria Winkler. Die quirlige und sehr extrovertierte Tante, Frau Maria Rudolf, dargestellt von dem Schauspieler Markus Maria Winkler, plauderte, sang und zwinkerte manchmal ganz unschuldig mit den Augen. Ihr Leben ist die Musik. Ihren Durchbruch feierte sie in Hollywood … oder war es Helgoland? Mal wild, mal nachdenklich, mal lustig – so sind ihre Lieder, freuen Sie sich auf ausgewählte Lieblingslieder von der singenden Tante aus Musical, Schlager, Chanson und dem internationalen Showbusiness. Markus Maria Winkler, Jahrgang 1975, ist Schauspieler, Sänger und Theaterproduzent. Er spielte beim Südbayerischen Theaterfestival und arbeitete auch als Regieassistent. Sechs Jahre lang war er beim Tourneetheater „Das Ensemble Jacob-Schwiers“ unter Vertrag. Mit seinem Kollegen Jürgen Wegscheider gastiert er mit eigenen literarischen Programmen. Mit seinen Musikprogrammen hat er eine erfolgreiche Ergänzung geschaffen, die beim Publikum auf große Resonanz trifft. 

„Das Leben ist gut"

Roman über das Menschsein

Montag, 7. November 2016, 20.00 Uhr

Max ist seit fünfundzwanzig Jahren mit Tina verheiratet. Sie ist die Liebe seines Lebens. Er betreibt eine kleine Bar, tagsüber bringt er das Altglas weg, repariert das Mobiliar – oder begibt sich auf die Suche nach einem ausgestopften Stierkopf, der unbedingt über dem Tresen hängen soll. Abends hört er sich die Geschichten seiner Gäste an. Max liebt sein Leben, so wie es ist, seine Familie, seine Freunde. Das wird ihm einmal mehr bewusst, als Tina zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Ehe beruflich ohne ihn unterwegs ist. „Das Leben ist gut“ verteidigt mit scharfem und versöhnlichen Blick das, was im Alltag schnell übersehen wird. Es ist ein Roman über das Menschsein – nicht mehr und nicht weniger.

Alex Capus las aus seinem Roman über das Menschsein. Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in der Schweiz. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband, dem seitdem vierzehn weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und Reportagen folgten. Bei Hanser erschienen Léon und Louise (2011), Fast ein bisschen Frühling (2012), Skidoo (Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens, 2012), Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (2013) und Reisen im Licht der Sterne (Neuausgabe, 2015), außerdem Mein Nachbar Urs (Geschichten aus der Kleinstadt, 2014) und Seiltänzer (Hanser-Box, 2015). Veranstalter der Lesung war die Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2.

Mord zum Frühstück

Foto: privat
Kerstin Lange liest zum Frühstück im Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben
Foto: privat
"Speyerer Geheimnisse"
Kriminalroman aus Speyer

Krimilesung beim Frühstück mit Sektempfang

Sonntag, 6. November, 9.30 Uhr

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimiwochenendes las Kerstin Lange aus ihrem neuesten Buch "Speyerer Geheimnisse" sowie eine Geschichte aus dem "Butworschtblues". Dazu gab es ein Frühstücksbuffet mit Sekt. Organisiert hat die Veranstaltung Thomas Langhauser vom Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben, Luitpoldstraße 75 - 79.

Paul, die Dom-Maus

Spezielle Lesung für Kinder ab sechs Jahren

Samstag, 5. November 2016, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr

Die Herxheimer Autorin Gabriele Kunze las in zwei Veranstaltungen für Kinder ab sechs Jahren aus ihrem Kinderbuch „Paul, die Dom-Maus“. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Katholischen öffentlichen Bücherei (KÖB) St. Maria Magdalena, Haus St. Dominikus, Bobenheim-Roxheim.

Mord mit Appetit

Kulinarische Weinprobe

Samstag, 05. November 2016

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimiwochenendes las die in Freiburg lebende Autorin, Herausgeberin und Krimi-Entertainerin Anne Griesser bei einer kulinarischen Weinprobe im Weingut Schenk-Siebert in Grünstadt-Sausenheim, Leininger Straße 16. Organisiert hat die Veranstaltung Gerhard Siebert vom Weingut Schenk-Siebert.

Tatort Genussraum

Kellerführung im Weingut Neuspergerhof in Rohrbach.
Fotos (2): Neuspergerhof
Beim Krimiwochenende im Neuspergerhof unter dem Motto "Tatort: Genussraum" las der Spiegel-Bestseller Autor Wolfgang Burger.

Krimifieber und Spannung

Samstag, 5. November 2016, 18.00 Uhr

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimiwochenendes veranstaltete das Weingut Neuspergerhof in Rohrbach ein Krimiwochenende unter dem Motto "Tatort: Genussraum". Es las der Spiegel-Bestseller Autor Wolfgang Burger aus seinem brandneuen Buch mit dem Titel "Schlaf, Engelchen schlaf". Das fast fünfstündige Programm bot darüber hinaus einen Sekt-Empfang mit Canapes. Ferner gab es eine Betriebs- und Weinkellerführung durch den Winzer, Barriquefass-Probe im Weinkeller, ein saisonales Drei-Gänge- Menü, eine umfangreiche, moderierte Weinprobe mit ausführlichen Erläuterungen zu den einzelnen Weinen und den Sortenaromen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Jochen Gradolph vom Weingut Neuspergerhof in Rohrbach, Neuspergerhof.

Kriminelle Kurzgeschichten heiß serviert

Kerstin Lange liest zum Krimi-Menü im Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben.
Foto: Barbara Pfaff

Krimidinner mit Drei-Gang-Menü

Samstag, 5. November 2016, 18.00 Uhr

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimiwochenendes lasen Kerstin Lange und andere Pfälzer Autoren "kriminelle Kurzgeschichten". Dazu gibt es nach einem Sektempfang ein Drei-Gang-Menü. Organisiert wurde die Veranstaltung von Thomas Langhauser vom Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben, Luitpoldstraße 75 - 79.

Kriminelle Häppchen auf hoher See

Lesung mit Aperitif und Drei-Gang-Menü

Freitag, 4. November 2016, 19.00 Uhr

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimi-Wochenendes las Jörg Böhm aus seinem im April erschienenen ersten AIDA-Kreuzfahrtkrimi „Moffenkind“. Außerdem plauderte er über seine Art zu schreiben und wie seine Bücher entstehen. Die Gäste wurden in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim, Wildgasse 5, mit einem Aperitif empfangen. Zwischen den drei Leseintervallen wurde ein Drei-Gang-Menü serviert.

Mord beim Betriebsfest

Auftakt zu einem Krimiwochenende

Freitag, 4. November 2016, 19.00 Uhr

Im Rahmen des 9. Pfälzer Krimiwochenendes planten "Die Schaupfälzer" während eines Drei-Gang-Menüs im Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben, Luitpoldstraße 75 - 79, einen "Mord beim Betriebsfest". Organisiert wurde die Veranstaltung von Thomas Langhauser vom Gutshof Ziegelhütte.

Die Buchnacht - diesmal für den Dom!

Matthias Völker stellte bei der traditionellen Buchnacht bei Oelbermann 18 Neuerscheinungen vor. Die lange Buchnacht war dieses Mal für den Dom bestimmt.

Vorstellungen von Neuerscheinungen

Freitag, 4. November 2016, 20.00 Uhr

Die traditionelle Vorstellung von Neuerscheinungen in der Buchhandlung Oelbermann in Speyer, Wormser Straße 12, war diesmal zugunsten der Kaiserdom-Stiftung und damit für die dauerhafte Erhaltung des Domes bestimmt. "Die Buchnacht" gibt es in der Buchhandlung Oelbermann seit fünfzehn Jahren. Charmant führte Matthias Völker durch den Abend und stellte kompetent und kurzweilig 18 Neuerscheinungen aus dem Bereich der Belletristik vor. Zwischen den einzelnen Blöcken gab es Live-Musik, Getränke und Brezeln. Mit mehreren Pausen dauert der Abend etwa drei bis dreieinhalb Stunden.

Nacht der Leseratten

Nächtliches Lesevergnügen für Kinder ab zwölf Jahren

Freitag, 28. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2, überraschten die Leseratten mit spannenden und lustigen Geschichten. Selber schmökern konnten die Kinder natürlich auch. Getränke und Knabbersachen standen bereit, Schlafsack oder Decke und Taschenlampe sollten mitgebracht werden. Es war gemütlicher Leseabend für Kinder ab zwölf Jahren.

Das letzte Tabu

Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen

Donnerstag, 27.Oktober 2016, 20.00 Uhr

Sterben bedeutet in unserer Gesellschaft oft, einsam zu sein, ohne Berührungen, dafür angeschlossen an Apparate, die das Leben künstlich verlängern. Henning Scherf fordert eine gesellschaftliche Kursänderung und fragt: Wie wollen wir sterben? Er macht Mut, Abschied gemeinsam zu leben, um erträglicher zu machen, was wir zuletzt alle durchleben werden. Dr. jur. Henning Scherf, geboren 1938, 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen, lebt in Deutschlands berühmtester Wohngemeinschaft. Er hat zahlreiche Bestseller veröffentlicht. Veranstalter war die Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2.

Schwarz drüber!

Ibo's "senegalant-saarkastisches" Programm

Dienstag, 25. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Ibrahima Ndoffène Ndiaye, kurz Ibo, wie er sich selbst nennt, wurde 1963 in Thiès im Senegal geboren. Er studierte Germanistik und lebt seit fast dreißig Jahren im Saarland. Neben diversen anderen Sprachen beherrscht er auch den saarländischen Dialekt perfekt! Der Geschichtenerzähler, Schauspieler, Musiker, Autor und Entertainer versteht es einzigartig, sein Publikum in seinem knapp zweistündigen Programm mit einer Mischung aus Erzählkunst, Pantomime, Witz, Tanz und Gesang zu begeistern.

Ibrahima Ndoffène Ndiaye, kurz Ibo, wie er sich selbst nennt, wurde 1963 in Thiès im Senegal geboren.
Ibo, der den saarländischen Dialekt perfekt beherrscht, spielt mit der Sprache und nimmt sprachliche Kuriositäten auf die Schippe.
Über ein volles Haus konnten sind Ibo, die Landesbibliothek und die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« freuen.
Der Geschichtenerzähler, Musiker, Autor und Entertainer versteht es einzigartig, sein Publikum mit einer Mischung aus Erzählkunst, Pantomime, Witz, und Gesang zu begeistern.

Am Anfang stand der Traum, irgendwann einmal in die Heimat der Dichter und Denker, der weltberühmten Philosophen, vorzudringen. Die lange gedankliche Reise, die in Afrika mit seinem Germanistikstudium begann, über viele europäische Länder führte, mit der Vorfreude auf die Schrift und Sprache der richtig Großen: Goethe, Schiller, Nietzsche; diese Reise endete jäh am "Saarbrigga" Bahnhof: "Gummo, dohinne dähr!!"

Ibo's erste Begegnungen am Bahnhof waren ein Türke, ein Afrikaner und ein Saarländer. Wortgewaltig schildert er in seinem Programm den Wortwechsel. Saarländisch hat er schätzen und lieben gelernt. Er beobachtet genau, Wortspiele sind sein Element. Ibo's Programm ist eine Mischung aus Comedy, Cabaret, Musik und "schwarzen Weisheiten". Seine Oma habe früher abends vor ihren zahlreichen Enkeln immer Geschichten erzählt und Weisheiten vermittelt. Diese Weisheiten hat er weiterentwickelt und neue hinzugefügt. Zwei Beispiele: "Das Leben ist ein ständiges Geben und Nehmen: Manchmal übernimmt man sich, manchmal übergibt man sich." Oder: "Wenn im Wein die Wahrheit liegt, dann liegt im Glüchwein bestimmt die Erleuchtung."

Gewissenhaft beobachtet Ibo die Menschen um ihn herum und die alltägliche, oft typisch saarländische Situationskomik. Ungeniert bedient er die Klischees, karikiert seine Mitmenschen, die sich wie ein "Häwwel" benehmen und nimmt sich dabei auch oft selbst auf die Schippe. Über seine Beobachtungen macht er sich gern lustig. Ein Beispiel aus einem Werbeschild: "Die Polizei bietet zum Thema Drogen einen Schnupperkurs an".

Der Auftritt Ibo's fand im Rahmen der Bibliothekstage Rheinland-Pfalz 2016 statt. Die Leiterin der Speyerer Landesbibliothek, Ute Bahrs, informierte in der Pause über das weitere Programm der Einrichtung. Ausführlich informierte sie auch über die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom". Veranstalter war das Landesbibliothekszentrum in Speyer, Otto-Mayer-Straße 9.

Nacht der Leseratten

Lesevergnügen für Kinder ab acht Jahren

Freitag, 21. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung Osiander Speyer, Wormser Straße 2, überraschten die kleinen Leseratten, die mit Schlafsack oder Decke und Taschenlampe ausgestattet in der Buchhandlung erschienen waren, mit spannenden und lustigen Geschichten. Selber schmökern konnten die Kinder natürlich auch. Getränke und Knabbersachen standen bereit. Es ware ein gemütlicher Leseabend für Kinder ab acht Jahren.

Im Reich der Eisbären

Berichtete über Spitzbergen

Mittwoch, 19. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Gigantische Eisberge, die blau in der Sonne schimmern, Eisbären, Fjorde und spektakuläre Sehenswürdigkeiten - die Zuhörer ließen sich von der bekannten Polarexpertin Trixi Lange-Hitzbleck in die Wunderwelt Spitzbergen entführen.

Trixi Lange-Hitzbleck fährt seit 1996 als Kreuzfahrtdirektorin und Arktis-Expertin auf namhaften Expeditionsschiffen zur See. Sie berichtete darüber.

Die Buchhändlerinnen der Buchhandlung Osiander in Neustadt, Kellereistraße 12 - 14, stellten dazu die passende Reiselektüre vor und verwöhnten die Anwesenden mit Wein und Snacks.

Seit 1996 fährt Trixi Lange-Hitzbleck als Kreuzfahrtdirektorin und Arktis-Expertin auf namhaften Expeditionsschiffen zur See. Sie ist Fellow der Royal Geographical Society London und Freund des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom TUI ReiseCenter (Reisebüro Hausch GmbH, Rathausstraße 2, 67433 Neustadt a.d. Weinstraße) und der Buchhandlung Osiander in Neustadt organisiert.

Am anderen Ende der Nacht

Jan-Philipp Sendker liest aus dem dritten Teil seiner China-Trilogie

Dienstag, 18. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Während einer Chinareise wird der vierjährige Sohn von Paul und Christine entführt. Zwar gelangt David durch glückliche Umstände wieder zu ihnen, doch die Entführer wollen ihn zurück. Der einzig sichere Ort für die Familie ist zunächst die amerikanische Botschaft in Peking – ein Spießrutenlauf beginnt. Nach "Das Flüstern der Schatten" und "Drachenspiele" erschien nun das grandiose Finale der China-Trilogie! Ein bewegender Roman über die Macht der Liebe, die Angst des Verlustes und die Kraft der Menschlichkeit. Jan-Philipp Sendker, geboren in Hamburg, war viele Jahre Amerika- und Asien-Korrespondent für den Stern. Heute lebt er mit seiner Familie in Potsdam. Mit weltweit über drei Millionen verkauften Büchern (u. a. Das Herzenhören, 2002) ist er aktuell einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Veranstalter der Lesung war die Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2.

„Blutworscht-Blues“

Spannend, frech, ironisch

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Kerstin Lange und Markus Guthmann tischten in der Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2 neue Krimis aus dem brandaktuellen Band „Blutworscht-Blues“ auf. Spannend, frech, ironisch - und immer mörderisch gut.

Altern ist nichts für Feiglinge

Ein Kabarettabend

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Monika Blankenberg, ausgestattet mit spitzer Zunge und Humor, wollte immer nur "18" werden. Und das dauerte ewig. Das muss letztes Jahr gewesen sein. Oder im vorletzten? Warum hat die Zeit es bloß so entsetzlich eilig? Und während Monika Blankenberg humorvoll den Begriff "altern" seziert und sich einem vollkommen irrwitzigen Zeitgeist mutig in den Weg stellte, wurde "Oma Anna" trotz ihres hohen Alters noch mal kämpferisch. Eine Verwandlung, die man erleben muss! Hier bewies Monika Blankenberg ihr enormes schauspielerisches Talent. Das Programm sprach alte Junge und jung gebliebene Alte gleichermaßen an, es wirkte gegen hängende Mundwinkel und für mehr Lachfalten. Ein Abend gemeinsamer Lachfaltenbildung, nicht nur für die, deren Geburtstagstorten mittlerweile aussehen wie "Fackelzüge", wie in der Beschreibung der Veranstaltung zu lesen war. Diese Frau war absolut authentisch. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Weinstube Brennofen in Ilbesheim und Esther Schmitt vom Weingut Schmitt. Der Eintritt betrug 12,00 Euro. Eingehende Spenden gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

„Die Mundart is ehrlich – in de meischde Fäll“

Eine Mundartlesung

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Der Mundartdichter Eugen Damm stellte in Zusammenarbeit mit Gisela Eisenhauer ein ganz wichtiges Element der „Pfälzer“ Kultur vor.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Katholischen öffentlichen Bibliothek (KÖB) St. Maria Magdalena, Haus St. Dominikus, Bobenheim Roxheim.

„Made at Home“

Lesung in Theorie und Praxis

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr

Tina Defaux beim Workshop in der Buchhandlung Osiander in Neustadt.
Der Bastelworkshop fand in der Buchhandlung Osiander, Kellereistraße 12 - 14, in Neustadt statt.
Unter fachkundiger Anleitung wurde eifrg gebastelt.
Laura Kirschbacher präsentierte Bastelvorschläge.
Fotos (4): Barbara Brahmsiepe-Pfaff

Die Autorinnen Tina Defaux und Laura Kirschbacher stellten ihr Buch „Made at Home - Mein Workbook für die dunkle Jahreszeit“ vor und berichteten, wie das Werk mit vielen Bastelvorschlägen für die Zeit zwischen Oktober und Febraur entstand. Ihre Ideen für Bastelprojekte für die Halloweenparty, für schicke Deko-Objekte für den Herbst, für Adventskränze, Adventskalender und selbst gebastelte Geschenke für die Weihnachtszeit sowie weitere Anregungen für die Winterzeit bis zum Valentinstag wurden mit Begeisterung und Staunen aufgenommen.

Etwas zwanzig Teilnehmereinnen machten sich dabei eifrig an die Arbeit und schnibbelten, stickten und fädelten nach Vorlagen aus dem Buch. So entstanden mit Tüll umwickelte Lichterketten und auf Keilrahmen gestickte Bilder. Am Schluss konnte sich jeder seinen ganz individuellen Schmuck mit "Juwelen aus dem Baumarkt" herstellen.

Bei Getränken und Keksen war das eine gelungene Buchvostellung der anderen Art: mit Teilnehmerinnen, die nicht nur gespannt zuhörten, sondern selbst Hand anlegen konnten und sicher viele gute Ideen mit nach Hause nahmen. Der Bastelworkshop fand in der Buchhandlung Osiander, Kellereistraße 12 - 14, in Neustadt statt.

„Das Gold des Meeres“

Dritter Teil eines Mittelalterepos

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 20.00 Uhr

Das grandiose Mittelalter-Epos von Daniel Wolf (Das Salz der Erde, Das Licht der Welt) geht weiter. Mehr erfahren konnten die Besucher von der Kaufmannsfamilie Fleury aus Lothringen und ihrem dramatischen Schicksal bei der Lesung in der Buchhandlung Osiander Speyer, Wormser Straße 2.

Varennes-Saint-Jacques 1260: Die Gebrüder Fleury könnten verschiedener nicht sein. Während Michel das legendäre kaufmännische Talent seines Großvaters geerbt hat, träumt Balian von Ruhm und Ehre auf dem Schlachtfeld. Doch nach dem überraschenden Tod seines Bruders muss Balian die Geschäfte alleine führen und bald steht die Familie vor dem Ruin. Nur eine waghalsige Handelsfahrt kann die Rettung bringen. Ein Abenteuer, das Balian und seine Schwester Blanche bis ans Ende der bekannten Welt führt – und einer seiner Gefährten ist ein Mörder … Daniel Wolf ist das Pseudonym des Schriftstellers Christoph Lode. Der Autor, 1977 geboren, lebt in Speyer. Er arbeitete als Sozialpädagoge, bevor er sich durch den großen Erfolg seiner Bücher hauptberuflich dem Schreiben widmen konnte.

Südtirols schönste Seiten

Zu Südtirols schönste Seiten gehört auch das gute Essen und Trinken.
Osiander-Filialleiterin Dagmar Strubl (links) erläuterte nach der Buchvorstekllung durch Hermann Gummerer die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom".
Verleger Hermann Gummerer vom Folio Verlag aus Bozen versucht in seinen Büchern das authentische und faszinierende Südtirols zu vermitteln.

Reinhold Messner und Ötzi - aber auch Speckknödel und Pasta

Donnerstag, 29. September 2016, 20.00 Uhr

Verleger Hermann Gummerer vom Folio Verlag aus Bozen präsentierte in der Buchhandlung Osiander in Speyer Südtirols schönste Seiten in Buchform. "Palmen vor Bergkulissen, Speckknödel und Pasta, Ötzi und Reinhold Messner, Kalterer See und die Geisler Spitzen – das alles ist Südtirol", sagte Hermann Gummerer. Südtirol habe von allem etwas, vom südlichen Flair Italiens und ein Bißchen vom deutschen Ordnungssinn. Südtirol habe aber auch seine markanten Eigenheiten, nämlich seine wunderbare Natur und Landschaft. Mittendrin, in Bozen, sitzt der Folio-Verlag. Am Schnittpunkt zweier Kulturen ist der Verleger mit der Faszination des Landes und seinen Klischees täglich konfrontiert. Mit einigen räumt er in seinen Büchern auf, von anderen zeigt er den authentischen, faszinierenden Kern. Verleger Hermann Gummerer erzählte über Südtirol, seine Besonderheiten und gab Insider-Tipps. Mit typischem Rotwein, südtiroler Speck, Käse und Schüttelbrot brachte er den Zuhörern das Land auch kulinarisch nahe. Filialleiterin Dagmar Strubl erläuterte den zahlreichen Besuchern die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" und wies darauf hin, dass sich die Buchhandlungen Osiander in Speyer und Neustadt an der Aktion beteiligen. Veranstalter war die Buchhandlung Osiander Speyer, Wormser Straße 2.

Pfalzfest in Speyer

Bezirkstag Pfalz feierte 200. Geburtstag

Sonntag, 25. September 2016, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Zweihundert Jahre Bezirkstag Pfalz. Er feierte ein großes Fest in Speyer (Bild oben). Am Stand der Pfalzbibliothek gab es eine Kopie eines Auswandererbriefes (Bild oben links).
 

Der Bezirkstag Pfalz wurde in diesem Jahr 200 Jahre alt. Er feierte mit allen Institutionen des Bezirksverbands Pfalz ein großes Fest in Speyer. Am Stand der Pfalzbibliothek konnte man in Büchern schmökern und diese erwerben. Für die Kinder gab es ein kostenfreies kurzweiliges Bastelprogramm. Gegen eine Spende von fünf Euro für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom erhielt man eine historisch gestaltete Kopie eines Briefes eines zwischen 1733 und 1899 nach Nordamerika ausgewanderten Pfälzers.

„In diesem Sinne die Großmutter“

Sternstunden der heiteren Muse

Sonntag, 25. September 2016, 17.00 Uhr

Gerhart Herrmann Mostar war ein deutscher Schriftsteller, Lyriker, Feuilletonist, Erzähler, Dramatiker, Kabarettist und Gerichtsreporter. 1958 dichtete er unter anderem "In diesem Sinne die Großmama. Eine Erziehungsbeihilfe". Aus diesem Büchlein lasen Frauen der Gemeinde Schopp im Katholischen Pfarrheim, Friedhofstraße 1. Tee und Gebäck gab es gratis dazu. Im Anschluss wurden "Sternenlichter" (Gläser mit Effektfolie und Teelicht) verkauft. Organisiert wurde die Veranstaltung von Rebecca Stauder, Bildungsbeauftragte des Gemeindeausschusses Schopp. Der Eintritt war frei. Spenden und der Verkaufserlös der Sternenlichter gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

„Mit Leib und Seel erlebt – Gedichde gege's Vergesse“

Der 1927 in Pirmasens geborene Günter Speyer hat die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend unter den Nationalsozialisten in Gedichtform zu Papier gebracht.
Lesung von Günter Speyer im Casino der Volksbank in Kaiserslautern. Der Stimmung angemessene Musik von Klaus Demuth am E-Piano war in den Lesepausen zu hören.

Günter Speyer liest aus seinem Buch

Donnerstag, 22. September 2016, 19.00 Uhr

Der 1927 in Pirmasens geborene Günter Speyer hat die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend unter den Nationalsozialisten in Gedichtform zu Papier gebracht. Eindringlicher und anschaulicher als manches Geschichtsbuch, findet Dr. Dagmar Gilcher in der RHEINPFALZ. Die Lektüre des Buches empfiehlt Claus Jürgen Müller im "Bücherwurm" "all jenen, die der rechten Szenen blindlings wie damals hinterherlaufen." Ihnen "würden wohl die Augen geöffnet." In seinem Buch zeigt sich auch, dass Mundart oft besser als die Hochsprache geeignet ist, zutiefst Menschliches zu formulieren und zu kommentieren. Günter Speyer las im Casino der Volksbank in Kaiserslautern, Zollamtstraße 15, aus seinen Erinnerungen. Der Stimmung angemessene Musik von Klaus Demuth am E-Piano war in den Lesepausen zu hören.

„Viele Ziegen und kein Peter“

Über eine Reise durch die Schweiz

Donnerstag, 22. September 2016, 20.00 Uhr

Nach seinem Nordkorea-Trip (Tim und Struppi) wollte Christian Eisert endlich mal friedliche Ferien machen und fuhr in die Schweiz. Doch das reichste Land der Welt entpuppt sich als mindestens so bizarr wie Nordkorea: Es gibt Kampfkuh-Zuchtverbände, mehr Plätze in Bunkern als Einwohner, Rückwärtsfahren ist gesetzlich verboten. Seine Reiseroute soll am Ende den Landesnamen ergeben. Ziemlich kompliziert, nicht zuletzt wegen der vielen liebesbedürftigen Ziegen. Eisert bei den Eidgenossen - ein Abenteuer voller Wahrheit und Wahnwitz. Christian Eisert, geboren 1976 in Ostberlin, ist TV-Autor, Satiriker und Comedy-Coach. Er schreibt Gags, Sketche und Drehbücher u.a. für Harald Schmidt und die Fernsehshows Alfons und Gäste und Grünwald-Comedy. Die Lesung fand in der Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2, statt.

Bei unbeschwerten Stunden den Alltag vergessen

Eugen Damm las aus seinen Werken.
Die Besucher der Mundartlesung im Pfarrheim.
Fotos (2): Ulrike Dahler und Martina Müller
Leitungsteam der KöB Hermersberg

Mundartlesung im Pfarrheim

Donnerstag, 22. September 2016, 14.00 Uhr

Für die Benefizaktion "Die Pfalz liest für den Dom" hat das Team der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) Hermersberg unter der Leitung von Martina Müller und Ulrike Dahler einen gemütlichen Kaffenachmittag mit einer Lesung des bekannten Mundartdichters Eugen Damm aus Kaiserslautern veranstaltet. Etwa 50 Zuhörer lauschten seinen Gedichten, die der 80-Jährige mit viel Humor vortrug. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Alle Anwesenden konnten für ein paar unbeschwerte Stunden einfach den Alltag vergessen und genießen. Eugen Damm hat das Publikum mit Ausschnitten aus seinen Werken unterhalten und begeistert. Alle haben sich sichtlich wohlgefühlt und die Aktion mit einer Spende unterstützt. Die Veranstaltung fand im Katholischen Pfarrheim St. Johannes der Täufer in Hermersberg statt.

Wie umgehen mit Lebenskrisen?

Die heutige Zeit bedürfe einer Philosophie, die sich den kleinen und großen Lebensfragen stellt und so zur Lebenshilfe werde, meinte Buchautor Wilhelm Schmid.
Buchautor Wilhelm Schmid nach seinem Vortrag in der Osiander Buchhandlung in Speyer mit Stefania Rubino.
Foto: Osiander Buchhandlung Speyer

Buchpremiere bei Osiander

Montag, 19. September 2016, 20.00 Uhr

Welche Bedeutung haben Berührungen, Gewohnheiten, Sehnsüchte? Wie umgehen mit Ärger, Lebenskrisen, Enttäuschungen, Schmerzen, Krankheit und Tod? Die heutige Zeit bedürfe dringend einer Philosophie, die sich den kleinen und großen Lebensfragen stellt und so zur Lebenshilfe werde. Diese Meinung vertrat der Buchautor Wilhelm Schmid, der in seinem Vortrag in der Osiander Buchhandlung in Speyer, Wormser Straße 2,  verschiedene Lebenssituationn analysierte und Antworten auf Lebensfragen vorschlug. Bereits Sokrates habe seine Tätigkeit, lange vor dem Christentum, als Seelsorge bezeichnet, meinte Schmid. Dabei stelle er in der Buchpremiere sein neuestes Werk vor, das den Titel trägt: "Das Leben verstehen - Von den Erfahrungen eines philosophischen Seelsorgers". Wilhelm Schmid, geboren 1953, studierte Philosopohie und Geschichte in Berlin, Paris und Tübingen. Der Dozent und erfolgreiche Buchautor (u. a. »Philospohie der Lebenskunst«) lebt in Berlin. Stefania Rubino von Osiander Speyer erläuterte am Ende des Vortrags-Abends den Besucherinnen und Besuchern die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" und das Engagement der Buchhandlung. Mit seiner Eintrittskarte unterstütze jeder Gast die Aktion mit zwei Euro. Weitere zwei Euro pro Karte gebe die Osiandersche Buchhandlung als Spende für den Dom dazu.

Haiku-Lesung, Kunst und Musik

Szenisches Haiku zum Thema "Einsamer Playboy" und "über Schütteres Haar streicht nur noch der Wind". Das Foto zeigt Georges Hartmann aus Höchstenbach und Heinz Schneemann aus Berlin.
Haiku, eine traditionelle japanische Reimform, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Kulturscheune Queichhambach. Das Gruppenbild zeigt von links: Diana Michel-Erne aus Baden (Schweiz), Eva Limbach aus Saarbrücken, Heike Stehr, aus Moers, Hildegard Dohrendorf aus Cuxhafen, Simone K. Busch aus Rheinbach bei Bonn, Valeria Barouch aus Genf, Ralf Bröker aus Ochtrup und Georges Hartmann aus Höchstenbach.
Bilder (2): Brigitte Reuther

Zwölf Autoren und ihre Werke

Samstag, 17. September 2016, 15.00 Uhr

Haiku, eine traditionelle japanische Reimform, die als die kürzeste Gedichtart überhaupt gilt und heute weltweit verbreitet ist, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Kulturscheune Queichhambach. Neben einer Einführung in die Thematik und einer Lesung war die Veranstaltung eingebettet in das Treffen von Haiku-Freunden.

In Workshops, in denen es unter anderem um die Form des guten Lesens von Haiku ging, wurde literarisch gearbeitet. Derart vorbereitet lasen zwölf Autoren aus Deutschland und der Schweiz, langsam und betont, mit viel Augenkontakt zum Publilkum und zum Teil szenisch, die entstandenen Haiku.

Zuvor gab Birgit Heid, stellvertretende Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz, eine Einführung über das Wesen des Haiku nach Volker Friebel aus Tübingen. Nach je drei Autorenvorträgen spielte David Frank aus Rheinzabern japanische Melodien auf der Querflöte. Die Gäste ließen sich zahlenmäßig zwar an einer Hand abzählen, doch tat dies der Vortragsfreude keinen Abbruch. Veranstalter waren der Literarische Vereins der Pfalz und die Haiku-Gesellschaft.

Die Kost ist hier beinahe jeden Tag wie bei euch auf eurer Kirchweihe

Aus Briefen pfälzischer Auswanderer

Samstag, 17. September 2016, 11.00 Uhr

Roland Paul, ehemaliger Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts, lasen bei der Vortragsveranstaltung.
Zu den Forschungsgebieten Roland Pauls gehörte unter anderem die Wanderungsgeschichte der Pfälzer in Nord- und Südamerika im 18. und 19. Jahrhundert. Auswandererbriefe waren Gegenstand der Lesung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfalzbibliothek Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, lasen aus Briefen pfälzischer Auswanderer nach Nordamerika. Die Moderation hatte Roland Paul. Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich mit einer Zustiftung an der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" beteiligten, erhielten als kleine Erinnerungsgabe einen dieser Briefe in historischer Optik.

Auszug aus einem Brief von Johannes Cherdron aus New-Orleans an seinen Bruder Jakob aus Münchschwanderhof vom 5. September 1847, veröffentlicht in Roland Paul (Hrsg.): "Hier hat man ein viel besseres Leben wie in Deutschland". Briefe pfälzischer Auswanderer aus Nordamerika (1733-1899). Kaiserslautern 2008, S. 191 ff.:

Mit der Lesung beteiligt sich die Pfalzbibliothek Kaiserslautern an der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" von Stiftung Kaiserdom und RHEINPFALZ.

„Jezt ergreife ich die Feder um Dier meine Reis [und] ( ... ) meinen bisherigen Aufenthalt zu schreiben. (...) wier fuhren am 15ten Oktober in Mannheim ab (…) dan gelangten wier in das hohe Meer. Hier überfiel den 2ten Tag schon die Seekrankheit die meisten Baseschiere 209 an der Zahl. Blos Ich und noch 5 andere blieben gänzlich verschont. Auf der ganzen Reise sind 6 Personen gestorben 3 Erwachsene und 3 Kinder. Die Gestorbenen wurden in alte Seegeltücher gewikelt, bekamen einen Sack mit Steine an die Füße gebunden und so in das Meer hinein gestürzt. 3 Kinder wurden geboren. Die Seereise war sehr langweilig, endlich gelangten wier nachdem wier 53 Tage auf dem hohen Meere waren am 25sten Dezember hier in der Seestadt Neu-Orleans Staate Lousiana an.

Hier bekam ich den 7ten Tag bei einem deutschen Gärtner Arbeit, der mir den 1 ten Monat nur 6 Dolars Lohn gab den 2ten 8 und den 3ten 10, den 4ten Monat wollte ich 12 Dolars haben die er mir aber nicht gab.

Ich ging deswegen zu einem andern Gärtner und bekam 12 Dolars. Ein Dolar ist nach eurem Gelde 2 fl. (Gulden) 30 kr. (Kreuzer). (…) Als ich nun wieder 3 Monate gearbeited hatte reiste ich den Mississipi Strom hinauf nach dem Staate Missouri Stadt Sent-Louis dies war eine Reise von 1200 englische Meilen die in 6 Tagen gemacht wurde. Von hier machte ich nach dem Staat Illinois wo ich bei einem Bauer nahe bei dem Städtchen Bellwil arbeitede der mir den Tag 1/2 Dol. Lohn gab. (…) Das Vieh lauft beständig draußen herum und wenn man es haben will so muß es geholt werden. Hühner und Gänse sind bei manchem ohne Zahl die Schweine laufen meistens wie wild im Wald herum. Die Natur und der Boden sind überhaupt ergiebiger wie in Deutschland. Im Wald wachsen in Menge wilde Trauben Hasselnüsse wilde Baumnüsse und Pflaumen. (…) man hält in diesem Lande auch nicht viel auf Freunde oder Landesleute hier heißt es: Hilf dier selber. Ich reißte von hier im Herbste nach Neu-Orleans zurük, ging zu dem Gärtner bei dem ich am ersten war, jezt arbeite ich an den Schiffen und bekome den Tag 1 1/2 Thaler nach eurem Gelde 3 f (Gulden) 45 kr (Kreuzer) muß den Monat 10 Thaler Kostgeld geben. Die Kost ist hier beinahe jeden Tag wie bei euch auf eure Kirchweihe. Für ledige Leute ist es in diesem Lande sehr gut für verheiratede die noch so viel wie 1000 Gulden hieher bringen daß sie sich können Land kaufen können hier auch ein schöneres und angenemres Leben haben wie in Deutschland, den die Abgaben sind ganz gering. Auch braucht hier niemand Soltad zu sein, die Amerikaner müßen sich ihr Militär alle kaufen, ein Infanterist bekommt den Monat 8 Dolars ein Gawallerist oder Atolrist 12-14 Dolars armen Familien geht es hier oft schlechter wie in Deutschland.

Um Religion kümmert sich die Regierung der vereinigten Staaten nichts sie dulted alle Religionen thut sie auch alle beschützen aber keine unterstüzen es kann einer predigen was er will erwirbt er sich viele Anhänger so ist gut für ihn erwirbt er sich nur wenige oder keine so mag er zu sehen. Das Klima ist in den vereinigten Staaten überhaupt nicht so gesund wie Deutschland am ungesundesten ist es in dem Staate Lousiana, und hier vorzüglich in Neu Orleans wo die Hitze des Sommers wo 11 bis 3 Uhr das arbeiten im freien fast unmöglich macht oft fallen Menschen und Pferde von Sonnenstichen tod zur Erde. Das gelbe Fieber von welchem die Menschen in drei Tage entweder gesund oder tod sind haußt hier sehr schrecklich, über 200 Menschen sterben jeden Tag am 23sten August starben sogar 286, mir hat bis daher Gott sei Dank noch nichts gefehlt. Das aufallenste das mir jemals in meinem Leben vorkam ist hier der abscheulige Sklafen-Markt hier werden die Menschen die Neger nähmlig deren man hunterden beisammen sieht gerathe wie bei euch das Vieh verkauft."

„Elementar“

Dichterzusammen & Federkiele präsentieren Texte aus neuem Buch

Donnerstag, 15. September 2016, 20.00 Uhr

Die Schriftstellergruppen "Dichterzusammen" und "Die Speyerer Federkiele" präsentierten Texte aus ihrem neuen Buch in der Buchhandlung Osiander in Speyer, Wormser Straße 2. Begleitet wurde die Präsentation der Texte von dem Gitaristen Mariusz Rzymkowski. Ins Leben gerufen 2002 blieb die Künstlergruppe "Dichterzusammen" anfänglich unter sich. Heute ist die Gruppe als gemeinnütziger Literaturverein anerkannt und hat bereits drei Bücher herausgebracht. Die Mitglieder der "Speyerer Federkiele" stellen eine lebendige Mischung aus Schreibbegeisterten aller Altersklassen dar, geleitet von Petra Burkhart.

Skin

Ein atemberaubender Thriller

Donnerstag, 15. September 2016, 20.00 Uhr

Lesung mit Veit Etzold. Der 1973 in Bremen geborene Veit Etzold war Banker, Berater und Programmdirektor in der Managementausbildung. Heute schreibt er Thriller und berät internationale Unternehmen zu den Themen Strategie und Storytelling. Veit Etzold las in der Buchhandlung Osiander in Neustadt, Kellereistraße 12-14, aus seinem Roman "Skin": Als Christian den Link zu dem Video anklickt, ist er entsetzt über das, was er sieht: einen zur Unkenntlichkeit entstellten menschlichen Körper, der regungslos auf dem Wasser eines Swimmingpools treibt. Das ist nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von seltsamen Ereignissen, die sich in Christians sonst so geregeltem Leben plötzlich häufen. Doch als er sich der Polizei anvertraut, reagiert diese anders als erwartet. Christian hat das Gefühl, dass man ihm nicht glaubt, und als er weitere Videobotschaften erhält, steht die Polizei plötzlich vor seiner Tür: Man hat herausgefunden, dass die E-Mails von seinem Account verschickt wurden. Und: Die Toten sind keine Fremden – Christian kannte sie alle ... Weitere Bücher des Autors sind die Spiegel-Bestseller Final Cut, Seelenangst und Todeswächter.

Liedermacherabend

"Und wenn’s Gesicht auch Falten schlägt, das Lachen wird sie glätten"

Mittwoch, 14. September 2016, 19.30 Uhr

In seinem neuen Programm bügelte Dieter Huthmacher humorvoll Alltäglichkeiten auf und ließ die Zuschauer daran teilhaben, wie jeder „sein eigen Süppchen kocht“ und es mit einem Hauch alltäglichen Wahnsinns garniert. Es war ein „Spaßprogramm“ mit Liedern in Mundart und Schriftsprache. In seinem neuen Programm erfuhren die Zuschauer, wieso man zu den Badenern „Gelbfüßler“ sagt und warum „Die Guten“ schlechterdings nicht immer die Guten sind. Die Veranstaltung fand in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim statt.

Spurensuche in Einselthum

Spaziergang zu historischen Stätten

Dienstag, 06. September 2016, 14.00 Uhr

Die Künstlergruppe "groß-ART-ig" um  Renate Groß-Rollar aus Dudenhofen traf sich heute in Einzelthum. Das Team sammelte alte Erzählungen, Geschichten und Sagen und brachten Ideen daraus in Schrift und Malerei aufs Papier.

Zwischen Schrecken und Trost

Szenische Lesung aus der Geheimen Offenbarung

Samstag, 3. September 2016, 18.00 Uhr

Schon immer hat das „Buch mit den sieben Siegeln“, das Buch, das so reich ist an mythischen Gestalten und dramatischen Szenen, Künstler herausgefordert, es in ihre Sprache zu übersetzen. Das, was der Seher Johannes an Bildern des Schreckens und Trostes auf Patmos schaut, haben Jahrhunderte später Buchmaler genial in ihre Miniaturen umgesetzt.

Szenische Lesung in der Domkrypta, gestaltet von Dr. Herbert Pohl, Leiter des Bischöflichen Priesterseminars. Es lasen Dr. Franz Jung, Generalvikar, und Bernhard Kaas, Vorsitzender des Pfarrgemeindesrates der Pfarrei Pax Christi.

Ihre Bilder lassen die Visionen des Johan­nes eindringlich wiedererstehen. Noch heute faszinieren sie den Betrachter, der ähnlich wie Johannes von der Übermacht des Geschauten ergriffen wird. Die mittelalterliche Buchmalerei spanischer Handschriften erweist sich so als wirksames Instrument der Verkündigung. Mit ihren Illustrationen unterstreicht sie den Text der Heiligen Schrift - ein Unterfangen, das bei einem Buch besonders reizt, das wie die Apokalypse selbst fast nur in Bildern erzählt.

Der Generalvikar des Bistums Speyer, Dr. Franz Jung, und der Vorsitzende des Pfarrgemeindesrates der Pfarrei Pax Christi, Bernhard Kaas, ließen bei der Veranstaltung in der Krypta des Kaiserdomes in zwölf Bildern die Geheime Offenbarung des Johannes lebendig werden. Die Idee für die szenische Lesung hatte der Direktor der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, Dr. Herbert Pohl. Er sorgte auch für die Organisation und reibungslose Durchführung.

Lesebonbons drei

Präsentation von Texten der Oberstufenschüler aus den Jahren 2013 bis 2015

Freitag, 2. September 2016, 19.00 Uhr

Alle zwei Jahre veranstaltet der Donnersberger Literaturverein unter der Federführung von Dr. Thomas Mayr die Donnersberger Literaturtage und schreibt dabei den Susanne-Faschon-Preis für Schüler der 11. bis 13. Klassen, oder für Schüler nach Erwerb der Mittleren Reife, aus. In der Lesereihe waren die Gewinnerinnen der letzten Jahre zu hören. In der Stadtteil-Bibliothek in Ludwigshafen-Ruchheim lasen Elisabeth Lang (Gewinnerin 2011), Göttingen, Vivian Tekin (Gewinnerin 2013), Kaiserslautern und Felicitas Lamb (Gewinnerin 2015), Winnweiler. Veranstaltet wurde die Lesung von Dr. Thomas Mayr, dem Donnersberger Literaturverein und der Stadtteil-Bibliothek in Ludwigshafen-Ruchheim.

Ein Sommerabend in Waldsee

Geschichten – Gedichte – Mundart aus der Pfalz

Samstag, 24. August 2016, 19.30 Uhr

Margit Kraus, Sabrina Albers und Heinz Wüst lasen im Alten Rathaus in Waldsee für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom. Kai Kraus aus Speyer begleitete die Lesung des Literarischen Vereins der Pfalz musikalisch.

Die Mitherausgeberin des Literaturmagazins "der Kettenhund" las Texte aus ihrem Buch "Der Nebel in mir". Ihre intensive Auseinandersetzung mit der Endlichkeit berührte die Zuhörer. Bewegend und komisch richtete die Autorin den Blick eines Großvaters auf Menschen, die sein Leben und Sterben begleiteten. Über ihrem Gedicht voller großer Gefühle lag bereits die Melancholie der Vergänglichkeit.

Sie schwang auch in Margit Kraus' Sommergedichten mit. Heiter führte die Waldseerin durch den Abend, fing die Leichtigkeit des Sommers literarisch mit Rebblättern und goldgelbem Riesling auf. Dicht beschrieb sie in ihrer Kurzgeschichte "Das Mädchen Latakia" Empfindungen wie Einsamkeit, Ängste und Hoffnungen, mit denen sie die Hauptfiguren in der zerstörten syrischen Hafenstadt allein zurückließ.

Mundartlich näherte sich Heinz Wüst den Themen des Lebens. Der Gleisweiler Autor las Gereimtes und Ungereimtes aus seinem Buch "Ach, du liewes Lewe". Nachdenklich und mit Witz erklärte Wüst, warum auch ein Protestant für den Dom lesen kann. Mit einem echten Feigenblatt in der Hand las er von einer "ganz besonderen Kostbarket, die mit Gold nicht aufzuwägen ist": seiner Ehefrau. Er ließ die letzte Schnake des Sommers summen, brachte Milch in Wallung und erzählte von der "Schbichlbrezl".

"Unplugged" brachte Kai Kraus, Autor, Sänger und Songschreiber im Projekt-Duo "Kraus und Krüger" sowie ebenfalls "Kettenhund"-Herausgeber, mit Gitarre und Gesang den richtigen Ton in den Saal. Voller Poesie sang Kraus ein Lied über Zeit, Hoffnung und Zigarette: "Leben mit dir". Auszug aus der Tageszeitung DIE RHEINPFALZ vom 26. August 2016.

Margit Kraus, Sabrina Albers und Heinz Wüst lasen im Alten Rathaus in Waldsee für die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

Mundart und andere Gedichte

Im KulturCafé „Veldenzer Mühle“ las Horst Schwab las aus seinem Buch.

Lesung mit Horst Schwab in der „Veldenzer Mühle“

Samstag, 20. August 2016, 18.00 Uhr

Der in Kirchheimbolanden geborene Künstler, Kunsterzieher und Autor Horst Schwab „ist als Maler und Grafiker von Rang längst viele Jahrzehnte in Kusel und über Kusel hinaus bekannt und geschätzt“ (Kusel-TV). Er las am 20. August 2016 auf Einladung von Barbara Schummel im vollbesetzten KulturCafé „Veldenzer Mühle“ in Erdesbach bei Kusel aus seinem 2015 erschienenen Gedichtband "Ich unn moi Fraa - Mundart und andere Gedichte“. Horst Schwab gelang es, „seine in Versform abgefassten und bewusst im Alltag verorteten Einsichten in Menschliches und allzu Menschliches so vorzutragen, dass das Publikum immer wieder mitgerissen wurde. Am Ende gab es reichlich Beifall, und man verweilte gerne noch bei einem leckeren Imbiss und guten Gesprächen“, berichtete Kusel-TV. Es kam ein stattlicher Betrag aus Spenden und Buchverkauf zugunsten der Aktion „Die Pfalz liest für den Dom“ zusammen, die die dauerhafte Erhaltung des Domes unterstützt.

Kurzweilige Präsentation literarischer Arbeiten

Pfälzer Poetenfest: Siebzehn Autoren lesen für den Dom, auf unserem Foto Peter Reuter und Wolfgang Allinger.

Pfälzer Poetenfest in Queichhambach

Samstag, 20. August 2016, 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Lustig oder zum Schmunzeln, intensiv oder hintergründig - kurzweilig war es allemal, das Pfälzer Poetenfest am 20. August 2016 in der Kulturscheune Bachstelznest in Annweiler-Queichhambach. Siebzehn Autoren präsentierten „Kostbarkeiten“ aus ihrem Schaffen, wie die Programmankündigung bereits im Vorfeld verriet. Autoren und Freunde der Literatur folgten der Einladung des Literarischen Vereins der Pfalz und ihrer zweiten Vorsitzenden Birgit Heid. Die Vorsitzende der Sektion Landau wirkte selbst als Erzählerin und versuchte auf Zuruf aus dem Publikum Kurzgedichte entstehen zu lassen.

Der Landauer Stefan Müller las eine Geschichte über einen skurrilen alten Lehrer, einen Kleinkriminellen und deren gemeinsame Verbindung zu Beethovens neunter Symphonie. Lilo Beil aus Birkenau las aus ihrem neuesten Buch "Vielleicht auch träumen", ihrem Krimi zum Shakespeare-Jahr, den sie als Hommage an ihren Lieblingsdichter versteht. Der Speyerer Dr. Klaus Haag, der Vorsitzende des Literarischen Vereins Pfalz, las drei heitere Kostproben-Gedichte als Dialekt-Kapriolen in Hochdeutsch, Pfälzisch und Österreichisch. Renate Demuth aus Kaiserslautern las Gedichte und einen Kurzprosatext in Mundart über Talente, die uns geschenkt wurden, über die Heimat, das Leben als Kostbarkeit, ein neues Liebesglück nach einer Krise und die dauerhafte Liebe. Ihr Ehemann Klaus Demuth spielte zwischen den Texten auf dem Piano Stücke aus dem Cool-Jazz.

Der Gleisweilerer Heinz Ludwig Wüst erfreute die Zuhörer mit Gedichten in Pfälzer Mundart über allerlei Kostbarkeiten des Lebens und über seine Erlebnisse mit dem Speyerer Dom. Peter Reuter aus Kapellen-Drusweiler und Wolfgang Allinger aus Herxheim traten gemeinsam auf. Während Reuter satirische Kurzgeschichten zum Besten gab, die in jeweils zwanzig Zeilen von den Widrigkeiten berichten, welche ihm jeden Tag begegnen, brachte Allinger Nonsense-Gedichte der "Neuen Herxheimer Schule" zu Gehör, bei denen man nicht weiß, ob die Themen oder die Reime kostbarer sind.

Außerdem gaben Christel Heil aus Neustadt, Helmund Wiese aus Ilbesheim, Regina Pfanger aus Herxheim, Amadeus Firgau aus Homburg, Knut Busch aus dem Donnersbergkreis, Sonja Viola Senghaus aus Speyer, Michael Landgraf aus Neustadt, Margit Kraus aus Waldsee und Michael Bauer aus Herxheim Kostproben aus ihrem literarischen Schaffen. Benno Burkhart (Gitarre) und Michael Heid (Mundharmonika) rundeten mit ihrem Pop, Swing, Jazz sowie ihren Latinsongs das Pfälzer Poetenfest musikalisch ab.

Hommage an die großen Komponisten

Konzerterlebnis mit Sax-o-Flute

Mittwoch, 10. August 2016, 19.30 Uhr

Sax-o-flute, das sich virtuos durch die musikalischen Epochen und Stile bewegt, verstand den Abend als Hommage an die großen Komponisten Bach, Mozart, Rossini, Verdi und Piazzolla. Die außergewöhnliche Liaison zwischen Flöte und Saxophon versprach ein farbenfrohes Konzerterlebnis von kompositorischer Raffinesse und Vielfalt, das Bekanntes in einem ganz neuen Licht erscheinen lies. Sax-o-Flute, das sind Markus Behrsing und Esther Krombholz, ein Musikerpaar aus Bernau, das sich während eines Engagements am Friedrichspalast in Berlin kennengelernt hat. Sie arbeiten in den großen Orchestern und auf den Bühnen der Hauptstadt und freuten sich ganz besonders darauf, den Kulturbegeisterten der Pfalz ihre persönlichen musikalischen „Favourites“ zu präsentieren. Veranstalter war die Weinstube Brennofen in Ilbesheim bei Landau.

Erinnerungen an Otto Reutter mit Klaus Hammer und Georg Metz

Ein Abend zum Schmunzeln und Lachen

Mittwoch, 13. Juli 2016, 19.30 Uhr

"Ist Ihr Überzieher weg“? „nehmen se´n Alten“, denn „in fünfzig Jahren ist alles vorbei“! Diese Titel erinnern an den unvergessenen Berliner Humoristen und Coupletschreiber Otto Reutter. Über 1000 Werke des Künstlers, der von 1870 bis 1931 gelebt hat, sind überliefert. Der Sänger und Liedermachern Klaus Hammer hat viele dieser Couplets zusammengetragen und präsentierte sie in seinen „Erinnerungen an Otto Reutter“. Musikalisch begleitet wuirde er am Klavier von dem großartigen Pianisten Georg Metz. Wechselweise begleitete er sich auch selbst auf der Gitarre, dem Banjo oder der Mundharmonika. Klaus Hammer trat im Outfit der zwanziger Jahre auf, mit Frack und Zylinder, und repräsentierte so den Berliner Künstler. Ein Abend zum Schmunzeln und Lachen mit vielen Informationen in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim.

Burrweiler entdecken

Historische Stätten im Blick

Dienstag, 12. Juli 2016, 14.00 Uhr

Dieses Mal suchte die Künstlergruppe "groß-ART-ig" um  Renate Groß-Rollar aus Dudenhofen in Burrweiler nach Spuren, wo sie Bürgermeister Christian Weber begrüßte. Beobachten, aus Quellen lesen und malen war wieder die Devise.

Spurenlese in Frankweiler

Spaziergang zu historischen Stätten

Dienstag, 05. Juli 2016, 14.00 Uhr

Dieses Mal führte die Freizeitmaler der Gruppe "groß-ART-ig" um  Renate Groß-Rollar aus Dudenhofen nach Frankweiler, wo sie Bürgermeister Bernd Nerding begrüßte. Beobachten, aus Quellen lesen und malen war wieder die Devise.

Zweite Spurenlese durch die Pfalz

Spaziergang zu historischen Stätten

Dienstag, 28. Juni 2016, 14.00 Uhr

Spaziergang zu historischen Stätten, dieses Mal Treffen an Kirche und Rathaus in Venningen. Renate Groß-Rollar (Bildmitte), Leiterin der Gruppe groß-ART-ig aus Dudenhofen und Alois Wintergerst (rechts), Vorsitzender der Pfälzer Maler eV, Edenkoben.
Die Spuren werden zeichnerisch dokumentiert. Die Gruppe groß-ART-ig in Venningen.
Fotos (2): Barbara Pfaff

Treffpunkt zur Spurensuche war dieses Mal in Venningen. Die Gruppe "groß-ART-ig" traf sich an Kirche und Rathaus. Erster Beigeordneter Jürgen Leibfried begrüßte die Gruppe. Alois Wintergerst, Vorsitzender der Pfälzer Maler eV, Edenkoben, kam hinzu. Die Spurensuche begann. Weitere Stationen dieser Bilder- und Geschichtensammlung durch die Pfalz: Frankweiler (5. Juli), Burrweiler (12. Juli) und Einselthum (6. September). Im nächsten Jahr ist eine Benfiz-Ausstellung der entstandenen Werke geplant. Die Organisation der Aktion liegt in den Händen von Renate Groß-Rollar, Leiterin der Gruppe "groß-ART-ig", Dudenhofen.

Unterrichtsstunde mit Gruselfaktor

Birgit Bestvater las am Schwerd-Gymnasium

Mittwoch, 22. Juni 2016, 10.00 Uhr

"Die Sommerferien sind für die zehnjährige Betula langweilig, weil der Großvater seine Zeit nur in der Tischlerwerkstatt verbringt. Aber durch einen alten Fluch gerät die Familie Krummnagel mächtig aus dem Häuschen. Wenn Großtanten es satt haben, allein verflucht zu sein, können sie ziemlich gemein werden. Das erkennt Betula sehr schnell. Auch, dass Rotzblasen heulen nicht weiter hilft, wenn der Großvater plötzlich Holzwürmer reden hört. Dabei wollte Betula doch nur ihre Großtante Martha kennenlernen. Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie durch eine List zur Komplizin rund um den alten Familienfluch wird. Ausgestattet mit einer Taschenlampe, einem verrosteten Wecker und einer großen Portion Mut begibt sich Betula in das alte Sarglager des Großvaters. Sie ist entschlossen, den Fluch zu bannen. Doch das geht gründlich schief ..."

Unterrichtsstunde mit leichtem Gruselfaktor: Birgit Bestvater las aus ihrem Kinderbuch "Betula Krummnagel: Der Fluch des fröhlichen Sargtischlers".
Die Autorin Birgit Bestvater las am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium in Speyer.
Foto2 (2): Klaus Landry

Die Spannung, die der Klappentext des Buches "Betula Krummnagel - Der Fluch des fröhlichen Sargtischlers" der Kinderbuchautorin Birgit Bestvater verspricht, konnten die Schülerinnen und Schüler der fünf Klassen der fünften Jahrgangsstufe am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnsaium selbst erleben. Auf Einladung ihrer Deutschlehrerin Gabriele Anders las die Speyerer Kinderbuchautorin aus ihrem Debütroman. Die Autorin entwickelt mit viel Liebe zum Detail und sprachlichem Witz die Geschichte um das zehnjährige Kind, das durch eine geheimnisvolle Postkarte erfährt, dass ihre totgeglaubte Großtante Martha ganz in der Nähe lebt und ihren Bruder, Betulas Opa, beschuldigt, ein Verräter und Erbschleicher zu sein. In lebhaften Bildern beschreibt Birgit Bestvater den Familienfluch und die Charaktere von Betulas hinreißend verrückter Verwandtschaft.

Birgit Bestvater beantwortete auch die Fragen der Schülerinnen und Schüler, etwa nach ihrem Lieblingsbuch oder nach dem Werdegang von der Idee zum fertigen Buch. Studiert habe sie Betriebswirtschaft in Berlin. Dort habe sie auch mehrere Jahre in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung gearbeitet. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in Speyer. "Mit meinen Kindern kamen dann all die kleinen Helden aus den Kinderbüchern zurück in mein Leben und damit auch der Wunsch, zu schreiben", erläuterte sie. Am Ende der Lesung signierte Bestvater Autogrammkarten oder die neu erworbenen Expemplare ihres Buches.

Mit einem Lesetagebuch begleiten die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums weiter die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom", eine Idee, mit der die Oberstudienrätin am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnsium in Speyer ihre Schüler vom der Freude am Lesen überzeugte.

Tintenfass und Weihrauchschwaden

Autorenlesung mit Norbert Kiefer in Landau

Mittwoch, 22. Juni 2016, 19.30 Uhr

In seinem Buch „Tintenfass und Weihrauchschwaden“ beschreibt der Autor seine Kindheit und Jugend in Landau in den Jahren 1939 bis 1953. Für die Aktion las er daraus im Kulturkeller des Otto-Hahn-Gymnasiums in Landau. Norbert Kiefer, der in Kindertagen bereits Tagebuch führte, gab beim Lesen aus seinem beeindruckenden Buch nicht nur persönliche Erlebnisse wieder, sondern er reflektierte dabei Briefwechsel der Familie und ließ, bereichert durch gründliche Recherche der Lokalpresse, ein "Landauer Mosaik schwerer Jahre unserer Stadtgeschichte" entstehen, wie es Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer einmal sagte. Die Organisation der Lesung lag in den Händen von Andreas Doll, Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, Landau. Spenden und die Erlöse des Getränkeverkaufs gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

Unsere Lieblingsbücher

Fürs Publikum gelesen

Mittwoch, 22. Juni 2016, 20.00 Uhr

Der Buchmarkt wartet im Frühjahr mit einer Vielzahl an interessanten und spannenden Büchern auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buchhandlung Osiander, Neustadt, stellten aus den Neuerscheinungen vom Frühjahr/Sommer 2016 in gemütlicher Atmosphäre und bei einem Glas Wein ihre Lieblingsbücher vor. Spenden gingen an die Aktion Die Pfalz liest für den Dom.

Spurenlese durch die Pfalz

Spaziergang zu historischen Stätten

Dienstag, 21. Juni 2016, 14.00 Uhr

In Dudenhofen startete die Gruppe groß-ART-ig ihre Spurensuche durch die Pfalz. Treffpunkt war die katholische Kirche St. Gangolf aus dem 18. Jahrhundert. Der Bürgermeister von Dudenhofen, Peter Eberhard, erläuterte den Hobbykünstlern die historischen Stätten, die dann zeichnerisch und malerisch auf Papier und Leinwand festgehalten wurden. Außerdem sammelte das Team alte Erzählungen, Geschichten und Sagen aus dem Ort. Weitere Stationen dieser Bilder- und Geschichtensammlung durch die Pfalz: Venningen (28. Juni), Frankweiler (5. Juli), Burrweiler (12. Juli) und Einselthum (6. September).

Im nächsten Jahr ist eine Benfiz-Ausstellung der entstandenen Werke geplant. Die Organisation der Aktion liegt in den Händen von Renate Groß-Rollar, Leiterin der Gruppe groß-ART-ig, Dudenhofen.

Ergebnisse eines Schreibwettbewerbs

Präsentation von Texten

Freitag, 10. Juni 2016, 19.00 Uhr

Alle zwei Jahre veranstaltet der Donnersberger Literaturverein unter der Federführung von Dr. Thomas Mayr die Donnersberger Literaturtage und schreibt dabei den Susanne-Faschon-Preis für Schüler der 11. bis 13. Klassen, oder für Schüler nach Erwerb der Mittleren Reife, aus.

In der Lesereihe waren die Gewinnerinnen der letzten Jahre zu hören. In der KulturCantina in Landau lasen am 10. Juni 2016 Elisabeth Lang (Gewinnerin 2011), Göttingen, Vivian Tekin (Gewinnerin 2013), Kaiserslautern und Katrin Fuchs (3. Platz 2013), Bolanden. Veranstalter waren Dr. Thomas Mayr, Donnersberger Literaturverein und KulturCantina in Landau.

Hirngespinste

In einer Show rund um Suggestion und Telepathie spielte Radalou mit den Möglichkeiten des menschlichen Geistes.
Foto: Björn Kray Iversen

Séancetheater mit Radalou

Mittwoch, 8. Juni 2016, 19.30 Uhr

Im Rahmen der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom" ging es um das Stichwort "Gedankenlesen". In einer Show rund um Suggestion und Telepathie spielte Radalou mit den Möglichkeiten des menschlichen Geistes. Faszinierende Einblicke und unerklärliche Phänomene gingen Hand in Hand und mündeten in ein außergewöhnliches Séancetheater. Die Zuschauer erlebten, wie telepathische Verbindungen zwischen Menschen zu entstehen schienen, wie in Hypnose Fähigkeiten erweckt wurden, von denen man nichts ahnte. Das Publikum erlebte, was passiert, wenn moderne Hirnforschung auf Techniken der viktorianischen Séance trifft. Radalou kombinierte Suggestion mit Mentalmagie und Séance-Techniken. Heraus kam eine spannende Show, die die Zuschauer in Erstaunen versetzte. In seiner sympathischen Art führte Radalou durch die Show, die anders zu sein scheint, als alles, was man bisher zu kennen glaubte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Esther Schmitt vom Weingut Schmitt, Weinstube Brennofen in Ilbesheim.

Lesebonbons

Gewinnerinnen des Lesewettbewerbes lasen in der Stadtbücherei Neustadt: Felicitas Lamb aus Winnweiler, Vivian Tekin aus Kaiserslautern und Katrin Fuchs aus Bolanden.

Texte der Schreibwettbewerbe für Oberstufenschüler

Freitag, 03. Juni 2016, 19.30 Uhr

Alle zwei Jahre veranstaltet der Donnersberger Literaturverein unter der Federführung von Dr. Thomas Mayr die Donnersberger Literaturtage und schreibt dabei den Susanne-Faschon-Preis für Schüler der 11. bis 13. Klassen, oder für Schüler nach Erwerb der Mittleren Reife, aus. Die Texte der Oberstufenschüler entstanden 2013 und 2015.

In der Lesereihe waren die Gewinnerinnen der letzten Jahre zu hören. In der Stadtbücherei Neustadt lasen Felicitas Lamb (Gewinnerin 2015), Winnweiler, Vivian Tekin (Gewinnerin 2013), Kaiserslautern und Katrin Fuchs (3. Platz 2013), Bolanden. Spenden der Veranstaltung gingen an die Aktion "Die Pfalz liest für den Dom". Veranstalter waren Dr. Thomas Mayr, Donnersberger Literaturverein und Stadtbücherei Neustadt.

Texte über den Wein

Oskar Palm war der erste Aktive bei der Aktion "Die Pfalz liest für den Dom". Er las Texte über den Wein. Bei der Literarischen Weinprobe wurden ein Sekt und zehn Weine probiert.
Foto: Jessica Hammel

Geschichten und Anekdoten

Freitag, 3. Juni 2016, 15.30 Uhr

Mit einer Literarischen Weinprobe eröffnete Oskar Palm bereits vor der offiziellen Auftaktveranstaltung den Lesereigen zur Aktion "Die Pfalz liest für den Dom". Am Freitag, 3. Juni 2016, 15.30 Uhr, rezitierte er im sehr gut besuchten Festsaal des GDA Wohnstifts, Am Judenhübel 13, in Trippstadt, aus seiner Textsammlung. Bei dem gelungenen und erfolgreichen inoffiziellen Start gab es Literarisches unterschiedlicher Autoren zu hören, Gedichte, Geschichten und Anekdoten über den Wein. Bei der Literarischen Weinprobe wurden ein Sekt und zehn Weine vorgestellt und probiert, gespendet von Oskar Palm.

Feierstunde und Autorenlesung zum Auftakt

Lesen - ein wichtiges Instrument der Humanisierung unserer Gesellschaft - Aktion „Die Pfalz liest für den Dom“ offiziell gestartet

Samstag, 18. Juni 2016, 18.00 Uhr

Die Besucherinnen und Besucher der Feierstunde im Dom und der anschließenden Lesung im Historischen Museum waren sich einig: Das war ein faszinierender Auftakt zur Aktion „Die Pfalz liest für den Dom“. Einen gewichtigen Anteil daran hatte der renommierte deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu, der im Takt seiner Rezitation aus seinem Mammutwerk „Siebentürmeviertel“ die Zuhörer in seinen Bann zog. Mit der Veranstaltung am Samstag, 18. Juni 2016, wurde die Aktion „Die Pfalz liest für den Dom“ offiziell gestartet.

„Die Pfalz liest für den Dom“ ist eine Benefizaktion zur dauerhaften Erhaltung des Domes, initiiert von der Pfälzer Tageszeitung DIE RHEINPFALZ und der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«. Mit der Feierstunde und der Lesung begannen DIE RHEINPFALZ und die »Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer« ihre fünfte gemeinsame Benefizaktion.

Feierstunde im Dom: „Eine Gesellschaft, die nicht liest, ist eine Gesellschaft, die nicht denkt.“

Dr. Georg Gölter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der »Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer«, sagte in seiner Ansprache, die Aktionen mit der RHEINPFALZ verdeutlichen genau das, was die Stiftung erreichen will, nämlich den Dom, das romanische Gotteshaus, zu den Menschen zu bringen, und umgekehrt, die Menschen zum Dom, dem sich die Stiftung verschrieben habe. Er dankte Michael Garthe und der RHEINPFALZ für die Zusammenarbeit.

Michael Garthe, Chefredakteur der Pfälzer Tageszeitung DIE RHEINPFALZ.
Dr. Georg Gölter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer.
Alle Fotos: Klaus Landry

RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe sagte bei der Feierstunde, dass es bei „Die Pfalz liest für den Dom“ um dreierlei gehe, „um das Lesen, um diesen Dom und um unsere Pfälzische Heimat“. Es sei eine große Aktion zur Leseförderung. Er zitierte dazu die verstorbene Kommunikationswissenschaftlerin und Publizistin Elisabeth Noelle-Neumann, die einmal gesagt hat: „Eine Gesellschaft, die nicht liest, ist eine Gesellschaft, die nicht denkt.“ Nichts fördere die Ausbildung des kindlichen Gehirns so sehr wie das Vorlesen und Lesen. Und nichts rege die Phantasie eines Menschen so an wie das Lesen. Die Kulturtechnik des Lesens sei ein überragend wichtiges Instrument der Humanisierung unserer Gesellschaft. „Ich glaube nicht, dass die Hooligans, die im Moment am Rande der Europameisterschaft alles tun, den Fußball und die Völkerverständigung  schwer zu beschädigen, je ein gutes Buch gelesen haben“, meinte Garthe. Lesen könne ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis sein. Deshalb kündigte er für den Welttag des Buches 2017 einen Simultan-Lesetag in der ganzen Pfalz an: „Also, am 23. April 2017 raus aus den Zimmern, weg vom Computer. Kommt zum gemeinsamen Lesen!

Veranstalter und Ehrengäste der Leseaktion. Unter ihnen Prof. Bernhard Vogel, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen a. D.

Der Dom sei das herausragende Denkmal unserer Heimat, führte Garthe in seiner Rede aus. Heimatbewusstsein stifte Identität. Eigene Identität sei Orientierungshilfe für das Leben. Eine eigene Identität könne aber nur entstehen im Gegenüber, im Vergleich mit anderen Menschen, Mannschaften, Regionen, Völkern, Nationen, Religionen. Wer sich abschotte, erfahre auf Dauer nicht mehr, was seine eigene Persönlichkeit ausmacht. Heimatliebe könne man erst dann richtig empfinden, wenn es andere gibt, denen man seine Heimat zeigen kann, und wenn man selbst bereit ist, deren Herkunft und Heimat zu respektieren. Deshalb schließen Heimatliebe und Fremdenhass einander aus.

Domkantor Joachim Weller an der Orgel und Wolfgang Basch, Trompete, gestalten die Feierstunde musikalisch.

Der Dom sei fast 1000 Jahre alt. Dass er so alt geworden und so jung geblieben ist, das sei den vielen Generationen von Menschen zu verdanken, die ihn nach Zerstörungen immer wieder aufbauten, ihn sanierten, die seine Substanz sicherten. „Die Pfalz liest für den Dom“ sei „eine Demonstration für das Lesen, für diesen wundervollen Dom und für unsere Heimat, die Pfalz. Demonstrieren Sie mit!“

Für den Hausherrn, das Domkapitel, begrüßte Karl-Ludwig Hundemer die Festversammlung, insbesondere Ministerpräsident a. D. Prof. Bernhard Vogel und den Landtagsabgeordneten Reinhard Oelbermann.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde von Domkantor Joachim Weller (Orgel), Speyer, und Wolfgang Basch (Trompete), Frankfurt.

Autorenlesung im Historischen Museum der Pfalz: „Sogar den Wind glaubte man zu spüren, der einem um die Ohren schlägt“             

Mit Feridun Zaimoglu, geboren 1964 in Bolu/Türkei, konnte ein renommierter Schriftsteller für die Auftaktveranstaltung gewonnen werden. Er wuchs als „Gastarbeiter-Kind“ in München, Bonn und Berlin auf. Seit 1984 ist er in Kiel zuhause. Er studierte dort Kunst und Humanmedizin, arbeitet als Schriftsteller, Maler, Dramatiker, Drehbuchautor und Kolumnist. Seinen Durchbruch erlebte er 1995 mit einem Buch, dessen Titel zu einem sprichwörtlichen Begriff geworden ist: „Kanak Sprak“, die kunstvollen Sprachprotokolle zorniger junger Migranten. Mit „Abschaum“ (1997) veröffentlichte Zaimoglu das Lebensprotokoll eines drogenabhängigen Kleinkriminellen, das später unter dem Titel „Kanak Attack“ verfilmt wurde. Mit dem vielgelobten Erzählband „Zwölf Gramm Glück“ gelang ihm 2004 der Schritt vom Kultautor zum anerkannten deutschen Schriftsteller. Ebenso wie in seinen Erzählungen geht es in Zaimoglus Romanen um die Suche nach dem Glück am Rande der Gesellschaft, um das Suchen und Finden von Beziehungen, von Heimat zwischen Deutschland und der Türkei. Zuletzt erschien 2015 der große Roman „Siebentürmeviertel“, der im Istanbul der 1930er und 1940er Jahre spielt. Das Buch, aus dem Zaimoglu bei der Eröffnungsveranstaltung las, erzählt die Geschichte eines Jungen, der mit seinem Vater vor den Nazis flüchtet und in einem armen Viertel Istanbuls ankommt.

Auftaktveranstaltung zur Aktion die "Pfalz liest für den Dom" am 18. Juni 2016 im Dom und Museum.
Autorenlesung von Feridun Zaimoglu (rechts) aus seinem jüngsten Buch "Siebentürmeviertel". Moderiert wurde die Lesung von ZDF-Kulturchef Werner von Bergen.

Zaimoglu wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. So erhielt er unter anderem den Ingeborg-Bachmann-Preis der Jury (2003), den Adelbert-von-Chamisso-Preis (2004), das Villa Massimo-Stipendium (2005), den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein (2006), den Belletristik-Corine-Preis (2008), sowie den Preis der Literaturhäuser (2012). 2015 wurde er mit dem Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis ausgezeichnet.

Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Autorenlesung im Historischen Museum der Pfalz.

Die Lesung wurde von Werner von Bergen moderiert. Er ist Verantwortlicher Redakteur der ZDF-Zentralredaktion Kultur, Geschichte und Wissenschaft. Er leitet unter anderem die Philosophiesendung „Precht“ mit Richard David Precht, sowie Dokumentationsreihen wie „Böse Bauten“ und die Live-Übertragung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Von Bergen ist Juryvorsitzender des Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreises. Er ist zudem zuständig für kulturelle Sonderprojekte und Medienkooperationen, unter anderem zugunsten des Kaiserdoms zu Speyer und vertritt das ZDF in zahlreichen Kultur-Gremien.

Über die Lesung schrieb Ariane Martin in der RHEINPFALZ vom 20. Juni 2016: „Die zahlreichen Gäste waren hingerissen von dem freundlichen und bescheidenen Mann, dessen Erzählweise in den Ohren klingt wie eine Fahrt im Karussell. Sogar den Wind glaubte man zu spüren, der einem dabei um die Ohren schlägt. Aufregend, rasant und in jeder Sekunde bestrebt, das Interesse der Zuhörer um keinen Preis zu verlieren, sang und deklamierte, schmeichelte und ermahnte die Stimme des Erzählers.“

Weiter heißt es in den Text: „Zaimoglu zeigt, wie es gewesen sein mag für die deutschen Flüchtlinge in einer völlig fremden Kultur, die zu jener Zeit überzuquellen drohte von Vorurteilen, religiösem Eifer, Aberglaube und der Lust, dem Fremden eine Identität aufzudrücken. Als habe man als etablierte Kultur darauf ein Recht, den Fremden einen Platz zuzuweisen, um hinterher mit Schuld und Gewissen zu spielen.“

Chefredakteur Michael Garthe schrieb am gleichen Tag an anderer Stelle: „Feridun Zaimoglu ist ein Vorleser von Gnaden. Mit seiner Stimme und seiner Gestik macht er seinen Roman zur sinfonischen Dichtung. Ja, es gibt eine Melodie des Lesens. Zaimoglu lehrt sie uns … Feridun Zaimoglu ist ein Meister der deutschen Sprache. Welch eine Bereicherung für unsere Kultur und welch ein faszinierender Auftakt für „Die Pfalz liest für den Dom“.

»Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer«

Kleine Pfaffengasse 21 (Historischer Judenhof)
67346 Speyer

Telefon: 06232 / 102-397 (Mo bis Do 9.00 - 12.00 Uhr)
Telefax: 06232 / 102-352

E-Mail: stiftung-kaiserdom@bistum-speyer.de
Internet: www.stiftung-kaiserdom.de

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